Brockhöfe. Es war ein Horror-Szenerio, auf das Rettungskräfte am Abend des 7. März dieses Jahres an der K32 zwischen Ellerndorf und Brockhöfe blickten (UEN berichteten zuerst): Ein voll besetzter Kleinwagen war aus Richtung Ellerndorf kommend in Fahrtrichtung Brockhöfe gegen 21.35 Uhr in einer Linkskurve von der Fahrbahn abgekommen, vier junge Menschen erlitten teils schwerste Verletzungen. Was genau an diesem Abend geschehen ist, ist immer noch Teil laufender Ermittlungen, wie die zuständige Staatsanwaltschaft Lüneburg auf UEN-Anfrage berichtet.
Der Fiat Brava brach durch die Wucht des Aufpralls zwei Bäume ab, überschlug sich und kam auf den Rädern wieder zum Stehen. Der Fahrer (17) wurde schwer verletzt, seine Beifahrerin (15) mit schweren Verletzungen im Wrack eingeklemmt. Zwei junge Männer, 18 und 19 Jahre alt, die auf der Rückbank saßen, wurden während des Unfalls aus dem Fahrzeug geschleudert und erlitten schwerste Verletzungen.
Aufgrund der Schwere der Verletzungen wurden zwei Rettungshubschrauber, Christoph Niedersachsen und Christoph 42, zur Einsatzstelle nachgefordert. Für deren Landung richteten Einsatzkräfte auf einem nahegelegenen Feld eine Landezone ein und leuchteten diese aus.
Angehörige eilten noch während des Einsatzes zur Unfallstelle und mussten von der Psychosozialen Notfallversorgung betreut werden.
Mehr als 50 Einsatzkräfte waren teils bis 3 Uhr morgens vor Ort.
Die Polizei erklärte nach dem schrecklichen Unfall, dass vermutlich alle Fahrzeuginsassen zum Unfallzeitpunkt unter dem Einfluss von Alkohol standen. Weiterhin sei der Fahrzeugführer nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis gewesen. Der PKW soll außerdem nicht zugelassen gewesen sein.
Doch was ist in dieser verhängnisvollen Winternacht genau geschehen? Die Polizei hat den Fall inzwischen an die Staatsanwaltschaft abgegeben. Dort wartet man ebenfalls, wie Konstantin Paus, Sprecher der Lüneburger Ermittlungsbehörde, mitteilt: „Die Ermittlungen zu dem Unfallgeschehen sind noch nicht abgeschlossen. Es liegt insbesondere das in Auftrag gegebene Unfallgutachten noch nicht vor.“ Die Antwort auf das „Warum?“ Lässt weiter auf sich warten.
Foto: Feuerwehr Wriedel-Schatensen