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Gesundheit

Ausgezeichnete Versorgung bei Herzschwäche: Das HGZ Bad Bevensen wurde als „Überregionales HFU-Zentrum“ zertifiziert

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Bad Bevensen. Bundesweit gibt es nur 57 Kliniken, die als „Überregionales HFU-Zentrum“ zertifiziert sind – ab sofort ist das Herz- und Gefäßzentrum (HGZ) Bad Bevensen eine davon. „Mit dieser Auszeichnung wird nun auch nach außen dokumentiert, wie sehr unsere medizinische Kompetenz und Versorgungsqualität auch über die Region hinaus geschätzt werden“, freut sich Dr. Monika Januszewski, leitende Oberärztin der Klinik für Kardiologie am HGZ und Leiterin der Sektion Herzsuffizienz und der dazugehörigen HFU/CPU.

Doch was verbirgt sich eigentlich hinter der Abkürzung HFU? Die Heart Failure Unit (HFU) ist eine spezialisierte Versorgungseinheit für Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz - einer zunehmenden Herzschwäche, die sich im fortgeschrittenen Stadium typischerweise mit schneller Ermüdbarkeit, Luftnot und Wassereinlagerungen bemerkbar macht. „Ziel unserer Arbeit auf der HFU ist es, medikamentöse und nicht-medikamentöse Therapien zu optimieren, um ein Herzversagen zu vermeiden und die Lebensqualität und körperliche Leistungsfähigkeit zu verbessern“, fasst Dr. Januszewski zusammen. Durch die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhende und koordinierte Versorgung können Prognosen verbessert und wiederholte Krankenhausaufenthalte deutlich reduziert werden.

„Dieser Erfolg lässt sich nur erzielen, wenn sich um jeden Patienten ein abgestimmtes Netzwerk von Fachpersonen bildet“, betont Dr. Monika Januszewski. Im HGZ basiert diese strukturierte Herangehensweise nicht nur auf aktuell geltenden Leitlinien, sondern profitiert auch von der interdisziplinären Zusammenarbeit in einem überregionalen Versorgungsnetzwerk sowie der engen Kooperation mit Hausärzten, Therapeuten und Angehörigen. Von großer  Bedeutung ist auch die fächerübergreifende Kooperation innerhalb des HGZ: Kardiologen, Herzchirurgen und Anästhesisten arbeiten hier Hand in Hand. Gemeinsam ermöglichen sie eine bestmögliche Therapie. 

Entscheidend für die Zertifizierung sind neben der kardiologischen und herzchirurgischen Expertise auch speziell weitergebildete Pflegefachkräfte – sogenannte Heart Failure Nurses. Sie beraten und schulen Patienten im Umgang mit ihrer Erkrankung während des Krankenhausaufenthaltes und auch danach. Auch die Möglichkeit einer Palliativbetreuung bei terminaler Herzinsuffizienz, der Berücksichtigung kardio-onkologischer Aspekte (Auswirkungen der Krebstherapie auf das Herz) und der engen Anbindung an die Intensivstation wurden von den Auditoren im HGZ positiv bewertet.

Für Dr. Monika Januszewski und ihr Team ist die HFU im wahrsten Sinne des Wortes eine Herzensangelegenheit: „Wir sind stolz darauf, eine zentrale Rolle in der spezialisierten und vernetzten Betreuung von Menschen mit Herzinsuffizienz einzunehmen und damit aktiv zur Weiterentwicklung der Behandlungsstandards auf regionaler wie überregionaler Ebene beitragen zu können. Die Zertifizierung ist nun die Bestätigung hierfür.“

Foto (HGZ): Sehen die spezialisierte Versorgung von Patienten mit Herzinsuffizienz am HGZ Bad Bevensen durch die Zertifizierung offiziell bestätigt: leitende Oberärztin Dr. Monika Januszewski sowie (v.l.) Ärztlicher Direktor Dr. Aiman Alken, Chefarzt der Klinik für Herz-Thorax-Chirurgie Professor Dr. Gerhard Wimmer-Greinecker und Professor Dr. Bjoern Andrew Remppis, Chefarzt der Klinik für Kardiologie.