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Am heutigen Freitag: Bürgermeister Jürgen Markwardt weiht Hallenbad-Brücke offiziell ein

  • Subtitle: Uelzen

Uelzen. Die neue Geh- und Radwegbrücke am Hallenbad ist offiziell eingeweiht. Bürgermeister Jürgen Markwardt hat das Bauwerk am Freitagnachmittag, 19. Juni, gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern gewürdigt. Die Brücke war bereits seit dem 1. Juni freigegeben.

„Diese Brücke ist mehr als eine Querung über die Ilmenau. Sie verbindet den Königsberg mit der Innenstadt, führt zu Schulen und Sportanlagen und ist ein wichtiger Baustein für den Radverkehr in Uelzen“, sagte Markwardt bei der Einweihung. „Nach der langen Sperrung ist damit ein Stück Alltag zurück.“

Der Ersatzneubau war notwendig, weil tragende Teile des alten Brückenüberbaus erheblich geschädigt waren. Eine Instandsetzung war wirtschaftlich nicht möglich. Die neue Brücke ist 45 Meter lang und drei Meter breit. Damit ist sie einen Meter breiter als das alte Bauwerk. Die Stahlkonstruktion wiegt rund 70 Tonnen und wurde vor Ort montiert. Die Brücke ist auf zwölf Bohrpfählen gegründet. Die insektenfreundliche Beleuchtung im Handlauf strahlt nur die Geh- und Fahrfläche aus, die aus rutschfestem und extrem widerstandfähigem Kunstharzbelag besteht. Die voraussichtliche Lebensdauer liegt bei 80 bis 100 Jahren.

Bei Planung und Bau mussten besondere Anforderungen berücksichtigt werden. Die Brücke liegt im Überschwemmungsgebiet der Ilmenau sowie im Landschaftsschutzgebiet. Der ursprünglich frühere Baubeginn musste verschoben werden: Im Arbeitsbereich waren Larven von Neunaugen und der Grünen Flussjungfer (Libellenart). Sie gehören zu geschützten Arten. Deshalb wurden eine schlanke Stahlkonstruktion gewählt und neue Pfeiler in der Ilmenau vermieden.

Die Bauarbeiten begannen im Juli 2025 und wurden im Mai 2026 abgeschlossen. Die Gesamtkosten für den Neubau liegen bei rund 2,1 Millionen Euro. Darin enthalten sind auch Ingenieurleistungen, Gutachten und Vermessung. Die reinen Baukosten betragen rund 1,8 Millionen Euro. Das Land Niedersachsen fördert das Projekt voraussichtlich mit rund 1,3 Millionen Euro.

Fotos: Hansestadt Uelzen