Uelzen: Gemeinsam gegen riskante E-Scooter-Fahrten in den Marktstraßen
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Uelzen. Riskante Fahrten mit E-Scootern bleiben ein Problem in den Uelzener Marktstraßen. Hansestadt und Polizei wollen deshalb gemeinsam stärker Präsenz zeigen. Ab Ende Juli setzen das Ordnungswesen der Stadt und die Polizei gemeinsame Fußstreifen ein. Sie sollen aufklären, ansprechen und bei Verstößen eingreifen. „Es geht um Rücksicht, Sicherheit und ein gutes Miteinander in unserer Innenstadt. Wer mit dem E-Scooter unterwegs ist, muss Regeln beachten“, sagt Bürgermeister Jürgen Markwardt, der die gemeinsame Fußstreife angeregt hat.
Die Stadtverwaltung hatte Vertreterinnen des Handelsvereins und die Polizei erneut zu einem Gespräch ins Rathaus eingeladen. Im Mittelpunkt standen Beschwerden über das rücksichtslose und gefährliche Verhalten von E-Scooter-Fahrenden. Auch Hinweise auf Autoposer und achtlos weggeworfener Müll waren Thema.
Die Geschäftsinhaberinnen Alexandra Mette, Mareike Ashton sowie Silja Eichmann-Bartels schilderten, was sie in den Marktstraßen erleben: riskante Fahrten direkt vor den Geschäften. E-Scooter würden häufig auf Gehwegen genutzt, was verboten ist. Die Scooter kreuzen Wege, ohne auf Fußgängerinnen und Fußgänger zu achten. Wer die Fahrerinnen und Fahrer direkt darauf anspricht, erlebe immer wieder Beschimpfungen.
Alle Beteiligten waren sich einig: Zu lösen sei das Problem nicht gänzlich. Es ist nicht möglich, rund um die Uhr an allen Stellen der Innenstadt präsent zu sein. Trotzdem sei gemeinsames Handeln wichtig. Die Fußstreifen zeigen daher sichtbar Präsenz und achten beispielsweise auch auf Müllsünder. Aufklärung soll eine größere Rolle spielen: Angestrebt wird Prävention an Schulen zu sicherem und regelgerechtem Fahren mit E-Scootern in der Stadt. Der Handel plant eine Aktion, um Besuchende der Innenstadt zum Thema zu sensibilisieren.
Die Runde hatte sich zum Thema Fahrverhalten in den Markstraßen erstmals im September letzten Jahres getroffen. Christian Weiß, Leiter des Einsatz- und Streifendienstes der Polizei Uelzen, berichtete, dass sich seitdem die Lage insbesondere durch verstärkte Kontrollen auf dem Wochenmarkt verbessert habe. Das Problem von Radfahrenden auf dem Wochenmarkt trotz Durchfahrtsverbot stehe derzeit nicht mehr im Vordergrund. Die Autoposer-Szene werde regelmäßig überprüft.
Foto: Hansestadt Uelzen