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Es wird einsam an der Spitze: Niemand will gegen Jürgen Markwardt kandidieren

  • Subtitle: Uelzen

Von Michael Michalzik

Uelzen. Heute um 18 Uhr endet die Frist, bis zu der weitere Kandidaten ihre Unterlagen für die Bürgermeisterwahl im Uelzener Rathaus abgeben können. Aber wie die Pressestelle der Hansestadt gerade auf UEN-Anfrage mitteilt, ist noch nichts eingegangen. Der bislang einzige Kandidat, der amtierende Bürgermeister Jürgen Markwardt, steht ganz offenbar vor einem einsamen Wahlkampf.

Die Zurückhaltung der anderen Parteien ist vielleicht nicht ganz verwunderlich: SPD-Kandidat Markwardt hat bei seinen vorigen beiden Wahlen überdeutliche Erfolge eingefahren. 2014 hatte Markwardt sich mit 64,38 Prozent gegen seine beiden Mitbewerber durchgesetzt. Karsten Jäkel (CDU) hatte es auf 32,16 Prozent gebracht. Die FDP hatte seinerzeit Horst Grunert ins Rennen geschickt, der es auf schlanke 3,46 Prozent brachte.

Noch eindeutiger war das Ergebnis 2021 ausgefallen, trotz eines aufwändigen Wahlkampfs von CDU-Gegenkandidatin Dr. Wiebke Köpp, die in der Innenstadt ein Ladengeschäft gemietet und in die „Wähl-Bar“ verwandelt hatte: Mit 24,3 Prozent musste sich die gebürtige Husumerin am Wahlabend im September klar gegen Markwardt geschlagen geben. Die Enttäuschung war riesig. Köpp schaffte es zwar in den Stadtrat. Bei der Kommunalwahl im September 2026 steht sie aber nicht einmal mehr dort auf der Liste. Für die FDP war der in Uelzen geborene Hubertus Hacke angetreten, der mit seinem Achtungserfolg von 8,4 Prozent zufrieden war.

Auch ohne Gegenkandidat: Eine Wahl findet am 13. September auf jeden Fall statt. Denn man kann auf dem Stimmzettel „Ja“ oder „Nein“ ankreuzen. Eine Mehrheit ist also dennoch erforderlich.

Foto: Achterdeck