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10 Jahre Flüchtlingsarbeit und internationale CoSiM Forschung am Institut für gemeinnützige Dienstleistungen gGmbH - Einladung zur kostenlosen, öffentlichen CoSiM-Jubiläumskonferenz am 8. September im Rathaussaal

  • Subtitle: Uelzen

Uelzen/Suderburg. Das Institut für gemeinnützige Dienstleistungen gGmbH in Suderburg blickt auf zehn Jahre interkulturelle Integrationsarbeit und internationale Forschungsaktivitäten zurück. Seit 2016 organisiert Geschäftsführer Prof. Markus Launer in der Region Uelzen Angebote für Geflüchtete sowie Migrantinnen und Migranten. Die Schulungen finden online statt und erreicht Teilnehmende in ganz Niedersachsen. Parallel begann Launer 2016 mit regelmäßigen Forschungsmeetings in Uelzen – zunächst mit Fachleuten aus der Region, seit 2018 zunehmend mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus dem Ausland. Heute ist daraus eine internationale Online-Konferenz entstanden mit über 100 Teilnehmern/innen sowie lokalen Seminaren in Uelzen und Berlin. Zum 10 jährigen Jubiläum am 8. September ab 9 Uhr wird daher in den Rathaussaal öffentlich eingeladen.

Unterstützt wurden die Aktivitäten von der Unabhängigen Wählergemeinschaft Uelzen (UWG), insbesondere durch Joachim Delekat, Mitglied des Stadtrates, Personalberater und Dozent, sowie OStR Frank Nierath, Lehrer an den Berufsbildenden Schulen I in Uelzen. Seit acht Jahren begleitet Bürgermeister Jürgen Markwardt die internationalen Forschungsmeetings als Schirmherr und empfängt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer regelmäßig im Ratssaal der Hansestadt Uelzen.

Zum Jubiläum lädt das Institut am 8. September erneut zu einem öffentlichen und kostenlosen Seminar in den Ratssaal des Uelzener Rathauses ein. Die Veranstaltung beginnt um 9 Uhr und steht unter dem Thema „Künstliche Intelligenz und modernes Management“. Zu den regionalen Gästen gehören der leitzer der Berufsbildenden Schulen 1, OStD Stefan Nowatschin und Prof. Martina Peuser von der Leibniz Universität Hannover. Léonard Hyfing, Landwirt und Vorsitzender des Kreisverbandes Uelzen im Bauernverband Nordostniedersachsen (BVNON), berichtet über aktuelle Entwicklungen der Künstlichen Intelligenz im ländlichen Raum und zeigt ein neues Rahmenkonzept für die Hansestadt Uelzen. Nicole Zasendorf-Kinder wird über die Rolle des Menschen im Zeitalter von KI berichten und welche Rolle Yoga dabei spielen kann.

Auch international ist das Jubiläumsmeeting breit aufgestellt. Nach Uelzen kommen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die das globale Forschungsnetzwerk seit Jahren begleiten: Prof. Fatih Cetin und Prof. Burcu Tosun aus der Türkei, Prof. Dave Marcial von den Philippinen, Prof. Joanna Paliszkiewicz und Prof. Marzena Ganc aus Polen, Prof. Daria Suprun aus der Ukraine sowie Dr. Youssef El Archi aus Marokko. Neu dabei ist Dr. Inam Ullah Khan aus Pakistan. Prof. Cihan Cobanoglu von der Virscend University in den USA wird einen neuen Online-MBA-Studiengang für Betriebswirtschaftslehre vorstellen.

Für interessierte Leser

10 Jahre interkulturelle Integratio und internationale Forschungsmeetings am Institut für gemeinnützige Dienstleistungen gGmbH

Alles begann 2016 mit einem Meeting beim IT Verbund Uelzen, organisiert von Vorstand Andreas Hense und Vorstand der Intersoft Consulting Thorsten Logemann. Schon im Folgejahr wurde eine lokale IT Konferenz einberufen um die Digitalisierung von Uelzen und der Region zu fördern. Delekat berief sogar einen regionalen Beirat ein, der auch die Forschungsprojekte von Prof. Launer begleitete. Die internationale Forschungsarbeit nahm 2018 mit Workshops und Konferenzen zunächst an der Ostfalia Hochschule und später am Institut für gemeinnützige Dienstleistungen eine feste Form an. Dafür entstand die „Conference for Contemporary Studies in Management“, kurz CoSiM (zeitgenössische Mangementforschung). Sie verbindet internationale Managementforschung mit konkreten Fragestellungen aus Wirtschaft und Gesellschaft und mit dem besonderen Schwerpunkt ländlicher Regionen. Mit Prof. Dave Marcial von den Philippinen wurde am thema Digitales vertrauen gearbeitet. Später wurde mit Prof. Fatih Cetin von der Baskent University in der Türkei am Thema Intuitive Entscheidungen geforscht. Heute umfasst das internationale Netzwerk über 30 Forscher / innen mit zahlreichen Publikationen und Forschungsmeetings im Ausland.

Mit der rasanten Verbreitung Künstlicher Intelligenz verschiebt sich der Forschungsschwerpunkt nun stärker auf die Mensch-Maschine-Interaktion. Im Mittelpunkt stehen dabei insbesondere KI-Konzepte für den ländlichen Raum und die Frage, wie Menschen, Unternehmen, öffentliche Einrichtungen und intelligente Systeme künftig zusammenarbeiten können. Dafür arbeitet Prof. Launer mit Prof. cetin und Prof. KC Chen von der Western Michigan University (USA) zusammen. Die ersten ergebnisse wurde bei der IACIS Konferenz in Florida (USA) vorgestellt. Die erste Fragestellung war: wie arbeiten Menschen mit KI? Bestätigen und überprüfen Menschen eigene Gedanken mit der KI, oder explorieren Sie offen und kreativ neue Themen und lassen sich beraten. Die Ergebnisse lassen sich ideal verbinden mit der Forschung zu rationalen und intuitiven Entscheidungen.

Die zweite Säule des Instituts reicht ebenfalls bis 2016 zurück. Damals startete ein Sofortmaßnahmenprogramm zur interkulturellen Integration in der Region Uelzen. Joachim Delekat organisiert seitdem die entsprechenden Schulungsprogramme. Für die erste Phase gewann Launer erfahrene Spezialistinnen, die ehrenamtliche Flüchtlingshelferinnen und -helfer qualifizierten. Ab 2018 richteten sich die Angebote verstärkt unmittelbar an Geflüchtete sowie Migrantinnen und Migranten.

OStR Frank Nierath erweiterte die Arbeit um die Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund an berufsbildenden Schulen in Niedersachsen. Ein weiterer Schwerpunkt wurde die berufliche Integration. Dr. Anne-Kathrin Auer, Spezialistin für Personalwesen, bereitete gemeinsam mit Joachim Delekat Bewerberinnen und Bewerber auf den Einstieg in den Arbeitsmarkt vor. Das Angebot reicht von Bewerbungsunterlagen und Vorstellungsgesprächen bis zur Begleitung während der ersten 100 Tage im neuen Beruf.

Inzwischen wird auch die nächste Generation stärker eingebunden. Seit drei Jahren organisiert Janith Lemmermann, ehemaliger Schüler der BBS I Uelzen und heute Student an der Ostfalia Hochschule, ehrenamtlich einen Schülertag. Schülerinnen und Schüler präsentieren dort ihre Projekte auf Englisch, während internationale Professorinnen und Professoren Einblicke in Studium und Wissenschaft im Ausland geben. Gemeinsam mit Prof. Launer arbeitet Lemmermann derzeit zudem an einem Buch über „Künstliche Intelligenz im ländlichen Raum am Beispiel Uelzen“, an dem sich auch namhafte Gastautorinnen und Gastautoren beteiligen. In diesem Buch werden alle Beiträge der gleichnamigen Kolumne aus den Uelzener Nachrichten zusammengefasst.

Aus lokalen Integrationsprojekten und Digitalisierungsmeetings ist so innerhalb eines Jahrzehnts ein internationales Netzwerk entstanden. Es verbindet Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Ländern mit Schulen, Hochschulen, Politik und weiteren regionalen Akteuren in Uelzen. Mit Künstlicher Intelligenz, KI-Agenten und der Mensch-Maschine-Interaktion beginnt nun die nächste Phase: Aus der Beschäftigung mit Digitalisierung wird zunehmend die Frage, wie der ländliche Raum den Übergang in das KI-Zeitalter aktiv gestalten kann.

Foto KI-generiert