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"Uelzens Fahrradpolitik muss endlich den Stellenwert bekommen, den sie verdient"

  • Subtitle: Uelzen
Uelzen. Am 16. März 2021 gab der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) die Ergebnisse des Fahrradklima-Tests 2020 bekannt, so FDP-Bürgermeisterkandidat Hubertus Hacke. Seit 1998 veröffentlicht der ADFC im Abstand von zwei Jahren die Resultate einer repräsentativen Umfrage, die die Fahrradfreundlichkeit in den befragten Städten bewertet. Für den Fahrradklima-Test im Jahr 2020 sind insgesamt mehr als 225.000 Menschen befragt worden. Dabei wurden 1.024 Städte und Gemeinden in verschiedenen Größenklassen in die Umfrage miteinbezogen.
 
Im Städteranking der Ortsgrößenklassen 20.000 bis 50.000 Einwohner belegt Uelzen den 375. Platz von 415 Städten in dieser Kategorie, hält Hacke in einer Pressemitteilung fest. Im vorherigen Ranking im Jahr 2018 belegte Uelzen noch Platz 137. Auch in der Noten-Bewertung fiel Uelzen deutlich zurück. Im Ranking 2018 betrug die „Schulnote“ für das Uelzer Fahrradklima noch 3,83. Im neuesten Ranking fiel die Bewertung auf 4,36. Uelzen gehört damit zu den wenigen Städten im Ranking, dessen Bewertung schlechter war als zwei Jahren zuvor.
 
Hubertus Hacke erklärt dazu: „Während nahezu alle anderen Städte in der Fahrradinfrastruktur einen Sprung nach vorne machen, legt die Uelzer Stadtregierung den Rückwärtsgang ein. Die vergebene Note heißt nichts anderes als, ‚die Versetzung der Uelzer Fahrradpolitik ist akut gefährdet‘. Dieser Warnschuss muss im Uelzer Rathaus endlich erhört werden. Fahrradpolitik ist mehr als Symbol- und Schönwetterpolitik. Wir müssen die zur Verfügung stehenden Gelder vollständig abrufen und gegebenenfalls noch erhöhen. Fahrradpolitik muss endlich den Stellenwert bekommen, den sie verdient.“
 
Hubertus Hacke schlägt zudem vor, dass Uelzen von den Gewinnerstädten lernen sollte: „Im Fahrradklima-Test gibt es viele Städte, die es schon lange besser machen als wir. Es gibt zudem Städte, die einen deutlichen Sprung nach vorne gemacht haben. Von denen müssen wir lernen. Das heißt, Hörer in die Hand nehmen und persönlich nachfragen, was sie besser machen. Es ist keine Schande, erfolgreiche Konzepte zu kopieren.“
 
Foto (privat): Hubertus Hacke, FPD-Bürgermeisterkandidat