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400.000-Euro-Schaden beim Abwasserzweckverband: Versammlung hat heute noch keine arbeitsrechtlichen Entscheidungen getroffen

  • Subtitle: Uelzen

Uelzen. Bis zu 400.000 Schaden sind dem Abwasserzweckverband (AZV) Uelzen nach eigenen Angaben entstanden - vier leitende Mitarbeiter stehen im Verdacht, Verstöße gegen das Vergaberecht begangen zu haben (UEN berichteten).

Am heutigen Donnerstag befassten sich gleich zwei Gremien mit den entsprechenden Personalien: Zunächst tagte in nichtöffentlicher Sitzung der Verbandsausschuss des AZV im Uelzener Rathaus. Einziger Tagesordnungspunkt außer den Regulären: „Personalentscheidungen“. Direkt danach erfolgte an gleicher Stelle die AZV-Verbandsversammlung. Einziger Tagesordnungspunkt im nichtöffentlichen Teil der Sitzung: „Personalentscheidungen".

Doch der AZV hat besonnen reagiert und arbeitet die Sache gründlich auf. So erklärt Verbandsvorsitzender Martin Feller auf Anfrage der Uelzener Nachrichten: „Die Gremien des Abwasserzweckverbandes haben in ihren Sitzungen am heutigen Donnerstag keine arbeitsrechtlichen Entscheidungen getroffen. Grund sind weitere Prüfungen im Verfahren, die Anhörungen werden ausgewertet.“

Den vier Mitarbeitern, einer davon Mitglied der Geschäftsführung, werden Verstöße gegen das Vergaberecht vorgeworfen.

Konkret: Seit 2017 soll eine Firma Aufträge im Wert von 3,3 Millionen Euro vom AZV erhalten haben. Diese Aufträge wurden von der Firma mit einem Aufschlag von 30 Prozent versehen. Dieser Aufschlag war offenbar vollkommen unnötig.

Derzeit ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen, in welchem Zusammenhang die fehlenden 400.000 Euro mit diesen Vorgängen stehen. Die Polizei ist eingeschaltet.

Foto: AZV