25 Uelzener Unternehmen erhalten die Zertifizierung „Serviceorientierter Einzelhandel“
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Uelzen. Ein starkes Zeichen für Qualität, Kundenfreundlichkeit und Zukunftsfähigkeit des Uelzener Einzelhandels stand im Mittelpunkt der Zertifizierungsveranstaltung „Serviceorientierter Einzelhandel“ am 4. Februar 2026 im Ratssaal des Rathauses. Bürgermeister Jürgen Markwardt, Alexander Hass, Betriebsleiter des Eigenbetriebs Kultur, Tourismus und Stadtmarketing der Hansestadt Uelzen und Stadtmanagerin Sonja Link zeichneten dabei 25 Uelzener Einzelhandelsunternehmen für ihre ausgezeichnete Serviceorientierung aus.
Die Zertifizierung würdigt Betriebe, die sich in besonderem Maße für kundenorientierten Service engagieren. Grundlage war ein standardisierter Bewertungsbogen mit 25 Fragen und insgesamt 155 erreichbaren Punkten. Um die Grundzertifizierung zu erhalten, mussten mindestens 60 Prozent der Gesamtpunktzahl erreicht werden – eine Hürde, die alle teilnehmenden Betriebe erfolgreich meisterten.
Abhängig von der erreichten Punktzahl konnten zusätzlich Plus-Zertifizierungen in den Bereichen Familienfreundlichkeit, Barrierefreiheit, Nachhaltigkeit und Digitalisierung erworben werden. Unternehmen, die neben der Grundzertifizierung mindestens zwei dieser Zusatzqualifikationen erreichten, wurden mit dem Prädikat „Exzellente Serviceorientierung“ ausgezeichnet.
Bürgermeister Jürgen Markwardt betonte die Bedeutung des Projekts für die Innenstadt: „Ein hoher Servicestandard ist ein entscheidender Standortfaktor. Die heute ausgezeichneten Unternehmen zeigen eindrucksvoll, wie engagiert, qualitätsbewusst und zukunftsorientiert der Uelzener Einzelhandel aufgestellt ist.“
Auch Alexander Hass hob den Mehrwert der Zertifizierung hervor: „Die ausführlichen Gespräche vor Ort haben gezeigt, wie viel Kompetenz, Freundlichkeit und Servicequalität, aber auch Herzblut im stationären Handel gelebt werden. Die Zertifizierung macht sichtbar, was Kundinnen und Kunden täglich erleben.“
Das Projekt lief unter dem Leitgedanken „Ausgezeichnet einkaufen und genießen“ und wurde im vergangenen Sommer durchgeführt. Es ist als wiederkehrendes Instrument angelegt und soll künftig alle zwei Jahre stattfinden, um die Servicequalität im stationären Handel kontinuierlich weiterzuentwickeln und langfristig zu sichern. Ziel war ausdrücklich nicht, Defizite aufzuzeigen, sondern den Einzelhandel wertschätzend, praxisnah und partnerschaftlich zu stärken.
Die Zertifizierung erfolgte im Rahmen persönlicher Vor-Ort-Gespräche, die – je nach Größe und Struktur des Betriebs – zwischen einer und zwei Stunden dauerten. Bewertet wurden unter anderem Serviceorientierung, Kundenansprache, Transparenz von Preisen und Bonusprogrammen, Umtausch- und Rückgaberechte, Zahlungsmöglichkeiten sowie das Reklamationsmanagement.
Für eine hohe Sichtbarkeit der Ergebnisse erhalten die ausgezeichneten Betriebe Schaufensteraufkleber, die ihre jeweilige Zertifizierungsstufe und besonderen Stärken ausweisen. Zudem fließen die erhobenen Inhalte in eine App mit Filterfunktionen ein, über die Kundinnen und Kunden gezielt nach Service-, Qualitäts- und Nachhaltigkeitsmerkmalen suchen können.
„Servicequalität ist das, was der Onlinehandel nicht liefern kann: persönliche Beratung, Verlässlichkeit und echte Begegnung – genau darin liegt die Stärke unseres stationären Handels“, so Hass.
Das Projekt ist Teil des Bundesförderprogramms „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ (ZIZ) und wurde in Kooperation mit der Allgemeinen Zeitung (AZ) umgesetzt. Die Abschlussveranstaltung fand am 4. Februar statt und würdigte nicht nur das Engagement der teilnehmenden Händlerinnen und Händler, sondern setzte zugleich ein sichtbares Zeichen für Kooperation, Dialog und gemeinsames Handeln im Sinne einer starken und lebendigen Uelzener Innenstadt. Mit der vom Eigenbetrieb (KTS) konzipierten Zertifizierung wurde ein dauerhaftes, strategisches Instrument zur qualitativen Weiterentwicklung des stationären Einzelhandels etabliert.
Alle ausgezeichneten Unternehmen werden auf der Website www.stadtmarketing-uelzen.de aufgeführt.
Foto: KTS