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Knotenpunkt Bernhard-Nigebur-Straße/Lindenstraße: Verwaltungsausschuss spricht sich für Vorrang der Fahrradstraße aus

  • Subtitle: Uelzen

Uelzen. Empfehlung zur Radvorrangroute von Oldenstadt in die Innenstadt: Der Verwaltungsausschuss der Hansestadt Uelzen hat sich gestern dafür ausgesprochen, den Rad- und Fußverkehr am Knotenpunkt Bernhard-Nigebur-Straße/Lindenstraße künftig zu bevorrechtigen. Damit folgt das Gremium der sogenannten Variante B, nach der die Fahrradstraße über den Knotenpunkt hinweg Vorrang erhält und durchgängig geführt wird. Diese Lösung kostet rund 55.000 Euro. Die Entscheidung über Variante und notwendige Haushaltsmittel trifft der Rat in seiner Sitzung am kommenden Montag, 2. März.

Im Vorfeld der Entscheidung hatte sich der Verwaltungsausschuss mit zwei grundsätzlichen Handlungsalternativen befasst. Variante A sah vor, die bestehende Vorfahrtregelung zugunsten der Bernhard-Nigebur-Straße beizubehalten. Diese Lösung orientiert sich an den heutigen Verkehrsbelastungen, da hier höhere Verkehrsstärken als in der Lindenstraße auftreten. Gleichzeitig wäre die Radvorrangroute an dieser Stelle unterbrochen worden.

Mit der Variante B wird angestrebt, eine komfortable sowie sichere Radverbindung und auch Schulwegroute (LEG/Apollonia) auf gesamter Länge zwischen Oldenstadt und Uelzener Innenstadt zu schaffen.

Da insbesondere die Auswirkungen von Variante B auf den Verkehrsablauf und dem Fahrzeugverkehr der Bernhard-Nigebur-Straße entscheidend sind, hatte die Hansestadt Uelzen das Verkehrsplanungsbüro LK Argus aus Kassel mit einer vertiefenden Untersuchung beauftragt. Diese kommt zu dem Ergebnis, eine Bevorrechtigung der Fahrradstraße durch begleitende Maßnahmen umzusetzen. Unter folgenden Bedingungen sind laut Untersuchung keine unvertretbaren Einschränkungen der Leistungsfähigkeit oder Rückstaus auf der Bernhard-Nigebur-Straße zu erwarten: Zentrale Voraussetzung ist eine Absenkung der Höchstgeschwindigkeit im Knotenpunktbereich auf Tempo 30. Zudem muss die neue Vorfahrtssituation klar und eindeutig erkennbar sein durch eine durchgängige Markierung der Fahrradstraße und punktuelle bauliche Anpassungen im Kreuzungsbereich. Präferiert wird eine Beschilderung „Vorfahrt gewähren“. werden.

Bürgermeister Jürgen Markwardt erklärte im heutigen Pressegespräch, dass er sich insgesamt eine Absenkung der auf dem Ostring gefahrenen Geschwindigkeiten erhofft. Derzeit würden dort Autos mit bis zu 70 Stundenkilometern gemessen. Zur Entscheidung für die Priorisierung der Radvorrangroute am Knotenpunkt sagte das Stadtoberhaupt: "Das wurde auch innerhalb der Verwaltung kontrovers diskutiert." Aber schlussendlich sei es eben ein Vorrangroute für Radfahrer

Die Arbeiten für die Radvorrangroute sind bereits gestartet. Derzeit erfolgt die grundhafte Erneuerung der Straße Ilmenauufer. Im Bereich Lange Brücke/Brückenstraße entsteht ein Mini-Kreisverkehr, der den aus verschiedenen Richtungen kommenden Radverkehr gleichberechtigt, sicher und unterbrechungsfrei ordnet. Der rutschige Klinkerbelag der Brückenstraße weicht Asphalt.

Die Ripdorfer Straße gilt künftig als Einbahnstraße in Richtung Süden. Zwischen Ilmenauufer und Lindenstraße erhält die Strecke eine rote Asphaltierung mit Vorrang für den Radverkehr. Die Lindenstraße soll künftig als Fahrradstraße dienen. Poller in Höhe des Friedhofs unterbinden den Kfz-Durchgangsverkehr. An allen Knotenpunkten wird der Vorrang des Radverkehrs baulich unterstützt und hervorgehoben. Die Maßnahmen werden Schritt für Schritt bis zum Sommer umgesetzt.

Foto: Michalzik