Kommunalforum der Jungen Union Lüneburg: Nachwuchs für die Kommunalpolitik
- Subtitle: Uelzen
Uelzen. Mit einem erfolgreichen Kommunalforum hat der Bezirksverband der Junge Union Lüneburg im Uelzener Central Theater junge Menschen für eine Kandidatur bei den Kommunalwahlen im September motiviert. Rund 30 Jugendliche und junge Erwachsene aus ganz Nordostniedersachsen waren der Einladung gefolgt, um sich über Wege, Chancen und Herausforderungen kommunalpolitischen Engagements zu informieren.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen zwei inhaltliche Panels. Im ersten diskutierten Dr. Merlin Franke, hauptamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Bienenbüttel, Steffen Gärtner, hauptamtlicher Samtgemeindebürgermeister von Gellersen und Landratskandidat im Landkreis Lüneburg, sowie Max Lemm, ehrenamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Wrestedt, über aktuelle kommunalpolitische Herausforderungen.
Ein zentrales Thema war dabei die dramatische finanzielle Lage der Kommunen. Einigkeit bestand darin,dass die finanzielle Ausstattung vieler Städte und Gemeinden unzureichend ist, während die Aufgabenlast stetig wächst. „Unsere Kommunen stehen unter einem enormen Druck. Die Aufgaben nehmen zu, die Mittel nicht – diese Schieflage ist auf Dauer nicht tragbar“, lautete der Tenor der Diskussion. Im zweiten Teil des Forums berichteten mehrere Mitglieder der Jungen Union offen über ihre erste Kandidatur für kommunale Räte. Sie schilderten, wie Listenaufstellungen ablaufen, wie man sich in einem Rat zurechtfindet und welche Erfahrungen sie im Wahlkampf gemacht haben. Ziel war es, Hemmschwellen abzubauen und Mut zur eigenen Kandidatur zu machen.
Der Bezirksvorsitzende der Jungen Union Lüneburg, Jon Matz, zeigte sich sehr zufrieden mit der Resonanz: „Kommunalpolitik ist die politische Ebene, auf der Entscheidungen ganz konkret im Alltag der Menschen ankommen. Uns war wichtig zu zeigen, dass man dafür kein Profi sein muss, sondern vor allem Engagement, Haltung und Lust auf Verantwortung braucht.“ Weiter betonte Matz: „Wir haben heute gesehen, wie groß das Interesse junger Menschen an der Gestaltung ihrer Heimat ist. Genau diese Motivation brauchen unsere Kommunen – gerade in finanziell und strukturellschwierigen Zeiten.“
Zum Abschluss ließen die Teilnehmer den Vormittag in entspannter Atmosphäre bei einer gemeinsamen Vorführung des Films „Extrawurst“ ausklingen, der auf humorvolle Weise Entscheidungsprozesse thematisiert. Mit dem Kommunalforum setzte die Junge Union Lüneburg ein deutliches Zeichen für mehr junge Stimmen in den kommunalen Räten und einen engagierten, realistischen Einstieg in die Kommunalpolitik.
Foto: privat