Infobörse „Gut leben trotz Sehverlust“ am 24. April im Rathaus Uelzen
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Uelzen. Wenn das Sehen nachlässt, verändert sich der Alltag. „Doch es gibt heute viele Wege, trotz Sehverlust selbstständig zu bleiben“, sagt Petra Heinzel, Leiterin des Seniorenservicebüro der Hansestadt Uelzen. Die Infobörse am Freitag, 24. April, 13 bis 17 Uhr, im Uelzener Rathaus zeigt, welche Unterstützung es rund um die Themen Sehen und Blindheit gibt. Betroffene, Angehörige und Fachleute können sich kostenlos zu Vorsorge, Therapien und Hilfsmitteln informieren.
Um 14 Uhr spricht Dr. Susanne Schümann aus Uelzen über Diagnostik und Behandlung der altersbezogenen Makuladegeneration. Die Erkrankung schädigt die Netzhaut und beeinträchtigt das zentrale Sehen. Um 15.30 Uhr erläutert Frauke Finzelberg vom Optiker Becker & Flöge, welche Sehhilfen eingesetzt werden, wenn eine Brille nicht mehr ausreicht.
„Ein Schwerpunkt der Infobörse liegt auf moderne elektronische Hilfsmittel“, erklären Dr. Gertrud Drüge und Ingeborg von der Ohe vom Blinden- und Sehbehindertenverband Niedersachsen – Gruppe Uelzen. Aussteller zeigen unter anderem Bildschirmlesegeräte, elektronische Lupen, Vorlesesysteme, Braille-Drucker und Daisy-Player für Hörbücher. Ergänzt wird das Angebot durch Großschrifttastaturen, Texterkennungssysteme und Küchengeräte mit Sprachausgabe. Viele Geräte können vor Ort ausprobiert werden.
Verschiedene Organisationen informieren über Unterstützungsmöglichkeiten im Alltag, geben Hinweise zu Selbsthilfe, Bildung oder unterstützende Hilfsmittel wie dem Hausnotruf. Vertreten sind der Niedersächsische Blinden- und Sehbehindertenverband, die Selbsthilfevereinigung Pro Retina sowie Beratungsstellen wie Blickpunkt Auge des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes. Auch die Norddeutsche Hörbücherei, das Seniorenservicebüro Uelzen und der Pflegestützpunkt des Landkreises Uelzen sind dabei.
Der Besuch der gemeinsamen Veranstaltung vom Seniorenservicebüro der Hansestadt Uelzen und dem Blinden- und Sehbehindertenverband Niedersachsen ist ohne Anmeldung möglich. Das Rathaus ist barrierefrei zugänglich. Auf Anfrage kann eine ehrenamtliche Begleitung durch die Infobörse organisiert werden. Das Seniorenservicebüro der Hansestadt ist unter der Rufnummer 0581 800-6287 zu erreichen.
Foto (Hansestadt Uelzen, v. l.): Dr. Gertrud Drüge, Blinden- und Sehbehindertenverband, Frank Matten und Petra Heinzel vom Seniorenservicebüro der Hansestadt und Ingeborg von der Ohe, Blinden- und Sehbehindertenverband, laden zur Infobörse ein.