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Urlaubspläne trotz des Iran-Kriegs: Das Uelzener First Reisebüro Eichmann leistet täglich Aufklärungsarbeit im Dienst der Kunden

  • Subtitle: Uelzen

Von Michael Michalzik

Uelzen. Der Iran-Krieg hat auch Einfluss auf die Urlaubspläne der Menschen in Uelzen: „Ja, wir spüren das auf jeden Fall“, erklärt Silja Eichmann-Bartels, Geschäftsführerin des First Reisebüros Eichmann, im Gespräch mit den Uelzer Nachrichten. Derzeit gehört zur täglichen Arbeit des erfahrenen Reisebüro-Teams auch, mit Gerüchten aufzuräumen, um die Kunden zu beruhigen.

Denn Eichmann-Bartels und ihr Team verfügen über ein dichtes Netzwerk, sind im ständigen Austausch mit Kollegen und Reiseanbietern, um tagesaktuell informiert zu sein.

„Es ist eine volatile Situation“, so Eichmann-Bartels. Seit Beginn des Iran-Krieges gebe es zwar eine gedämpfte Nachfrage, da die Lage unübersichtlich sei. Es gebe aber angesichts steigender Kosten auch eine allgemeine Kaufzurückhaltung, die den Handel an sich treffe: „Die Kauflust hat abgenommen.“

Auch beim Thema Fernreisen gebe es manche Unsicherheit in den Köpfen. Die Menschen fragten sich unter anderem: „Was ist, wenn das Kerosin ausgeht? Hänge ich dann womöglich in Vietnam oder irgendwo anders fest?“

Die Reisebüro-Chefin: „Ich kann nur jedem raten, Flexpreis zu buchen.“ Wenn man sich dann, auch kurzfristig, gegen den Antritt der Reise entscheide, reiche ein einfaches „ich will nicht“, um zu stornieren. Und: „Mit den Flextarifen bucht man jetzt zu einem Preis, von dem man weiß, dass er halten wird.“

Touristikkonzerne hätten derzeit keine Möglichkeit, wegen des Iran-Kriegs Kosten nachträglich aufzuschlagen: „Das ist keine unvorhersehbare Entwicklung mehr. Der Krieg ist da, das ist Fakt.“ Allerdings: „Je später man bucht, desto teurer wird es grundsätzlich.“

Wer eine Pauschalreise mit einem Reiseanbieter buche, brauche sich keine Sorgen zu machen, dass man womöglich nicht mehr nach Hause kommt: „Die müssen ihre Leute zurückbringen.“

Zur Erinnerung: Zu Beginn des Iran-Kriegs Anfang März befanden sich 30.000 deutsche Urlauber in Dubai oder in der Golfregion. Sie wurden in kurzer Zeit von den Reiseveranstaltern oder mit staatlichen organisierten Flügen nach Deutschland zurückgebracht.

Derzeit gehört es zu den täglichen Aufgaben des Teams um Silja Eichmann-Bartels, „ganz nah an den Geschehnissen dran zu sein“. Dazu gehören WhatsApp-Gruppen mit Kollegen ebenso wie die täglichen Newsletter der Veranstalter und weitere Informationsquellen, um die Kunden optimal informieren zu können: „Wir haben einen direkten Draht zu den Anbietern, um offene Fragen unserer Kunden beantworten und Rat geben zu können.“

Grundsätzlich müsse natürlich jeder für sich entscheiden, wohin die Reise hingehen soll: „Jeder soll sich damit wohlfühlen, sowohl die Kunden als auch wir.“

Und wie steht es mit den eigenen Urlaubsplänen der Reisebüro-Chefin in diesem Jahr? Silja Eichmann-Bartels: „Meine Tochter und ich planen eine Kreuzfahrt ins östliche Mittelmeer.“

Foto: Michalzik