Melanie Lehsten will Samtgemeindebürgermeisterin in Suderburg werden - Bürgerdialog am 11. August
- Subtitle: Suderburg
Suderburg. Melanie Lehsten „brennt für diese Aufgabe“ und skizziert, wie sie sich die Zukunft im Suderburger Rathaus vorstellt: im Dialog auf Augenhöhe mit allen Mitarbeitern, ausgleichend und moderierend in den politischen Gremien. Die gebürtige Bohlsenerin will Samtgemeindebürgermeisterin in Suderburg werden, ist hier aufgewachsen und stellt sich mit eigenem Flyer die Tage jedem vor.
Mit vollem Einsatz zieht sie ab 1. August in den Wahlkampf. Alle 2.700 Haushalte will sie aufsuchen und ihre Flyer stecken, „eine Woche von morgens bis abends“ ist dafür eingeplant. Je mehr Gespräche sich dabei ergeben, desto besser, erklärt Lehsten, deren To-Do-Liste für den Chefposten im Suderburger Rathaus lang ist.
Neben den Prioritäten bei Ganztagsschule-Umbau und Behebung des Krippen-Wasserschadens in Suderburg, sieht Melanie Lehsten klar den Standortvorteil der Samtgemeinde mit Blickrichtung Celle und Hannover, günstig an der B4 gelegen. Doch da muss mehr möglich sein, befindet sie: „Touristisch gebe es den Hardausee, Aussichtsturm und das Museumsdorf, doch da könnte noch mehr gehen: „Mit Kunst und Kreativität Spazier- und Bewegungswege gestalten, vielleicht auch über die Gemeindegrenzen hinaus. Und, günstiger Wohnen geht in der Samtgemeinde, hier kommt es auf die Weitläufigkeit von Werbung an.“
Ihre langjährige Vernetzung auf Samtgemeinde- und Kreisebene bis zur Landeshauptstadt will sie einbringen: „Ich habe Olaf Lies bereits kennengelernt, man kann mit ihm gut reden. Für sachliche Argumente ist er immer offen.“
Seit einer Legislaturperiode gehört sie der CDU-Fraktion im Samtgemeinderat an und ist in den zwei Ausschüssen „Wirtschaft, Verkehr, Feuerschutz, Tourismus“ sowie „Schule, Sport, Jugend, Soziales“ aktiv. Die Kandidatur für den Chefposten im Rathaus erfolgt indes als Unabhängige: „Der Gedanke musste erst einmal reifen“, erklärt Lehsten im UEN-Gespräch. Letztlich gehe es darum, sich zuzutrauen, wirklich etwas zu bewirken, die Aufgaben anzugehen, die Mitbürger einzubeziehen und die Samtgemeinde attraktiver und lebenswerter zu gestalten.
Ihre Erfahrung aus der Wirtschaft möchte sie in besonderem Maße einbringen. Berufliche Stationen führten sie über die Bohlsener Mühle nach Hamburg und zu Voelkel ins Wendland, wo sie derzeit im Einkauf tätig ist. Sie war 13 Jahre in team- und marktleitender Position beschäftigt: „Ich kenne daher Personalführung und habe den Schwung, mich Aufgaben zu stellen und mit guten Ergebnissen abzuschließen.“ Die Suderburger Wirtschaft will sie stärker vernetzen. Der Unternehmerstammtisch soll wieder ins Leben gerufen werden: „Wenn es der Wirtschaft gut geht, geht es auch der Kommune gut.“ Der Standort sei ausgezeichnet, neue Ansiedlungen seien durchaus möglich.“ Mit ihrer Wirtschaftserfahrung will sie verständig auf Betriebe zugeben: „Ich sehe die Eckdaten, sehe Chancen und will Synergien schaffen.“
Mit dem unmittelbaren Nachbarn Rheinmetall hat sie keine Probleme: „Ich komme aus einer Generation, die keinen Krieg wollte. Doch die internationalen Realitäten sähen inzwischen nun einmal anders aus. Und: „Wir haben hier schöne Dörfer und dort einen Anstieg gut verdienender Mitarbeiter*innen. Unsere Gemeinden könnten zusammen auf ihre noch offenen Bauplätze hinweisen, damit sich die Baugebiete schließen und es dort zu einer guten Nachbarschaft kommt. Diese und andere Themen wären in regelmäßigen Bürgermeister-Runden abzustimmen.“
Bald die A39 bauen, damit Uelzen nicht den Anschluss verliert, und somit die B4 beruhigen, damit die Anwohner wieder mehr Ruhe und ein lebenswertes Wohngefühl bekommen, sind ebenfalls große Themen für die Kandidatin.
Weitere Schwerpunkte, auf die sie ein Auge haben will: Verlässlichkeit bei Kindergartenplätzen sowie medizinische Versorgung auf dem Lande. Der Landkreis sei mit dem Förderprogramm ÄrNa auf dem richtigen Weg.
Zu kurz kommt der Mutter dreier erwachsener Kinder derzeit die Kooperation der Kommune mit der Ostfalia: „Wir haben ein Juwel vor Ort! Im Grunde müsste hier ein ständiger Strom von Schülern zu Schnuppertagen unterwegs zur Ostfalia sein.“ Wie hier Projekte gestartet werden können, will sie im Gespräch mit den Leitungen herausfinden.
Aufrichtigkeit, berufliche Ethik, faires Auftreten gegenüber Verhandlungspartnern sind Attribute, die die Christdemokratin, die auch der Gewerkschaft NGG angehört, besonders schätzt. Moderation und Mediation hat sie in mehr als sieben Jahren als Schiedsfrau der Samtgemeinde von der Pike auf gelernt. Lehsten, die ihrer Ortsfeuerwehr als passives Mitglied angehört, begeistert sich für Mitbeteiligung und demokratische Prozesse: Im Fall ihrer Wahl will sie sich unter anderem dafür stark machen, dass die Tagesordnungen der Sitzungen so geändert werden, dass die Bürger vor Abstimmungen noch einmal zu Wort kommen können.
Vielfalt und Vielschichtigkeit sind für Lehsten besonders bedeutende gesellschaftliche Attribute - vor allem, wenn der gemeinsame Austausch schließlich zu einem konstruktiven Ergebnis führen soll.
In diesem Sinne startet die Kandidatin kommende Woche zu ihrer regionalen Rundreise durch die Samtgemeinde - mit 2.700 Flyern im Gepäck.
Eine persönliche Vorstellung und Fragestunde ist in Suderburg am Dienstag, 11. August 2026, ab 18.30 Uhr, im Luther’s Carpe Diem, In den Twieten 14, 29556 Suderburg fest eingeplant.
Die beiden anderen parteilosen Kandidaten für die Samtgemeindebürgermeisterwahl in Suderburg sind der Amtsinhaber Wolf-Dietrich Marwede sowie Kai Karl (unterstützt von SPD und WSL).
Foto: privat