Verbrechen von Wichtenbeck: Gemeinde betet für Familie bei Gedenkgottesdienst
- Subtitle: Suderburg
Eimke. Mit einem Gottesdienst am Freitagabend in der Kirche St. Marien in Eimke hat die Gemeinde der Wichtenbecker Familie gedacht und Gebete für sie gesprochen.
Vor dem Gotteshaus stand ein Tisch mit weißer Decke, Blumen und Kreuz. Etliche Lichter leuchteten zur Erinnerung. Denn die Familie, deren Vater in der vergangenen Woche seine Frau im Wohnhaus des landwirtschaftlichen Betriebs getötet und seine beiden jugendlichen Söhne bei weiteren brutalen Attacken schwerste Verletzungen zugefügt haben soll (UEN berichteten), war in der Gemeinde fest verwurzelt.
Nicht wenige der Gottesdienstteilnehmer sind mit dem Vater oder der verstorbenen Frau aufgewachsen. Während der Andacht ging es vor allem um die Ehefrau und Mutter sowie die beiden Kinder. Aber gebetet wurde auch für den Beschuldigten, der in Untersuchungshaft sitzt und schweigt.
Am Rande beschrieben Nachbarn, dass der Ehemann, zuvor als stets freundlich bekannt, bei Eintreffen der Polizei wie eine vollkommen andere Person gewirkt habe.
Betroffenheit und Fassungslosigkeit herrschten während des Gottesdienstes. Doch der Zusammenhalt in der Gemeinde ist groß, das zeigte sich während des ganzen Abends bis zum Vaterunser.
Foto: Heideregion Uelzen e.V.