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Blaulicht

Prozessbeginn: Ab morgen wird die Bluttat von Wichtenbeck vor Gericht aufgearbeitet - UEN berichten vor Ort

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Lüneburg/Wichtenbeck. Wenn das Gericht morgen zusammentritt, beginnt in Lündeburg der Prozess des Jahres. Ab 9.30 Uhr und in mehreren Folgeterminen wird in Saal 21 des Landgerichts zu klären sein, warum ein 56 Jahre alter Mann im Februar dieses Jahres im kleinen Ort Wichtenbeck bei Eimke mutmaßlich seine Frau getötet und seine beiden jugendlichen Söhne so brutal attackiert hat, dass einer von ihnen lebensbedrohliche Verletzungen erlitt.

Die Tat war so grausam, dass sie bundesweit Schlagzeilen gemacht hatte (UEN berichteten: https://www.uelzener-nachrichten.com/blaulicht/9524-bluttat-in-wichtenbeck-frau-stirbt-soehne-mit-schwersten-verletzungen-vater-festgenommen): Eine Ehefrau und zweifache Mutter (46) starb im Wohngebäude eines Bauernhofs an den Folgen einer brutalen Attacke mit einem Messer als Tatwaffe, die beiden jugendlichen Söhne erlitten schwere, beziehungsweise lebensbedrohliche Verletzungen.

Zwei wesentliche Fragen werden während des Prozesses zu klären sein: Das Motiv und die Schuldfähigkeit. Denn der Beschuldigte hatte sich in der Tatnacht widerstandslos im Wohnhaus seines Hofs festnehmen lassen, sitzt seitdem in Lüneburg in Untersuchungshaft - und schweigt.

Möglicherweise war zum Zeitpunkt der Tat, so die Anklage, "seine Fähigkeit, nach der bestehenden Einsicht in das Unrecht der Taten zu handeln, krankheitsbedingt erheblich beeinträchtigt“.

Nachbarn beschrieben den Verdächtigen nach der Tat als „wie vollkommen ausgewechselt“. Wie ein fremder Mensch habe der 54-Jährige gewirkt, als die Polizei ihn abgeführt habe.

Die Kammer hat drei Sachverständige hinzugezogen und zum ersten Verhandlungstermin 5 Zeugen geladen. Fortsetzungstermine sind bestimmt auf den 12. (10 Zeugen) und 17.08.2026, jeweils um 9:30 Uhr in Saal 21.

Foto: Michalzik