Uelzen/Landkreis. Eigentlich sollte die Zukunft der Bahntrasse Hamburg-Hannover, die derzeit über Uelzen führt, in dieser Woche in Berlin entschieden werden. Trotz eindeutiger Signale von Politik und Verwaltung im Landkreis Uelzen, die bestehende Trasse im Bestand auszubauen und Uelzen als Bahnknotenpunkt zu behalten, bevorzugt die Deutsche Bahn offenbar inzwischen einen kompletten Neubau entlang der A7. Uelzen wäre damit abgehängt.
Wie die Deutsche Verkehrs-Zeitung jetzt berichtet, hätten Union und SPD die Verschiebung beantragt. Es werde noch Änderungsbedarf gesehen, erklärte demnach Isabel Cademartori, verkehrspolitische Sprecherin der SPD.
Geplant war, dass sich der Verkehrsausschuss des Bundestags an diesem Mittwoch mit der Neubaustrecke befasst und am Donnerstag der Bundestag.
Die Lüneburger Bundestagsabgeordnete Julia Verlinden, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag: „Es ist ein Trauerspiel: Anstatt endlich das Schienen-Projekt Hamburg – Hannover, dass seit Dezember 2025 zur Entscheidung dem Bundestag vorliegt, zu beschließen, wird es aufgrund von Einzelinteressen weiter verzögert. Dabei war Schwarz-Rot mit dem Versprechen angetreten, Infrastrukturprojekte zu beschleunigen. Ich stelle fest, bei der Bahn ist die Koalition weiterhin im Schneckentempo unterwegs. Das schadet allen Pendler*innen aus unserer Region, die endlich verlässliche und pünktliche Züge brauchen.“
Symbolfoto: Deutsche Bahn