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Berlin/Uelzen

Berlin-Tagebuch der Bundestagsabgeordneten Anja Schulz (Teil 3): Zapfenstreich und Sondierungsgespräche

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Hallo Uelzen,

so langsam aber sicher kommt Ordnung und Struktur in die wuselige Anfangszeit meiner Abgeordnetenzeit in Berlin. Diese Woche konnte ich meine erste Mitarbeiterin einstellen. Eine wahnsinnige Hilfe und Entlastung. Jemanden zu haben, der sich vor Ort schon sehr gut auskennt, ist Gold wert. Alle administrativen Aufgaben gehen nun leichter von der Hand. Die Bestellung der Bürolaptops, das Vorsortieren der Post, das Einrichten einer Rufumleitung und so weiter und so weiter.

Am Mittwoch war der Zapfenstreich für die Veteraninnen und Veteranen unserer Bundeswehr, die treu ihren Dienst in Afghanistan geleistet haben. Eine wirklich bewegende Veranstaltung. Auch wenn derzeit viele den Eindruck haben, der Einsatz in Afghanistan sei komplett umsonst gewesen, gilt unseren Soldatinnen und Soldaten mein höchster Respekt. Denn das stimmt nicht. In den 20 Jahren, die sie im Einsatz waren, haben sie vielen Afghaninnen und Afghanen ein Stück Freiheit geschenkt. Hunderttausenden Mädchen hatten das erste Mal die Chance, zur Schule zu gehen. Unsere Soldatinnen und Soldaten haben ihnen gezeigt, dass ein anderes Leben möglich ist. Dass es Freiheit gibt, welch kostbares Gut sie ist und was sie bedeutet. Eine ganze Generation hat damit den Geist der Freiheit kennengelernt. Darauf können unsere Soldatinnen und Soldaten stolz sein. Leider haben wir es in den letzten 20 Jahren versäumt, als Politik und Gesellschaft den Respekt für die Menschen im Dienst aufzubringen, den sie verdient hätten.

Dann war da natürlich noch der Freitag. Gefühlt hat sich ganz Pressedeutschland nur darum gedreht, was die Spitzen von SPD, FDP und Grünen zu den Ergebnissen der Sondierungsgespräche zu sagen hatten. Wir als Fraktionsmitglieder wurden kurz vor der Pressekonferenz über die Ergebnisse unterrichtet, und es gab die Möglichkeit, Feedback zu geben. Anschließend bekamen wir das zwölfseitige Papier mit den Verhandlungsergebnissen, damit wir dieses in der Fraktionssitzung nächste Woche besprechen können. Ich persönlich habe den Eindruck, dass die Ergebnisse durchaus positiv aufgenommen wurden.

Alles in allem bleibt es spannend in Berlin, und trotzdem freue ich mich jedes Mal, wenn ich wieder zu Hause in Uelzen bin.

Bis bald.

 



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