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Landkreis Uelzen

Antrag von CDU/UWG/FDP: First Response mit App weiter verbessern - DRK begrüßt Vorschlag

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Uelzen/Landkreis. First Response rettet leben: Während der Krankenwagen auf dem Weg ist, kümmert sich im Notfall ein ausgebildeter Ersthelfer aus der Nachbarschaft um den Patienten, bis dann die Rettungskräfte übernehmen. Dieses System findet im Landkreis Uelzen seit vielen Jahren erfolgreiche Anwendung.

Die Gruppe CDU/UWG/FDP im Kreistag will jetzt überprüfen lassen, ob First Response sich mit digitaler Unterstützung noch verbessern lässt, und hat Landrat Dr. Heiko Blume einen entsprechenden Antraf mit folgendem Inhalt zukommen lassen:

„Der Landkreis Uelzen betreibt seit vielen Jahren bereits erfolgreich ein analoges ‚First-Response-System‘, das nach Aussagen der Fachleute auch sehr gut funktioniert.

Im Zuge der Digitalisierung ergibt sich jetzt aber die Option, die analoge Handhabung hin zu einer digitalen Form, ggfs. mittels einer App-basierten Verfahrensweise, zu verändern.

Ob dies sinnvoll ist und tatsächlich Verbesserungen bringt, ist von außen nicht abschließend zu beurteilen.

Die CDU/UWG/FDP-Gruppe im Kreistag Uelzen beantragt daher, der Kreisausschuss möge beschließen, die Verwaltung mit der Prüfung einer Umstellung des bereits laufenden „First-Response-Systems“ auf ein digitales App-basiertes Verfahren zu beauftragen und dem Kreisausschuss bis spätestens September 2022 einen Abschlussbericht mit einer daraus abgeleiteten Handlungsempfehlung vorzulegen.

Bei Bedarf soll diese Handlungsempfehlung dann im Rahmen der Haushaltsberatungen für das Jahr 2023 vom Kreistag beschlossen und noch in 2023 realisiert werden.“

Der DRK-Kreisverband Uelzen begrüßt die Einführung einer App ausdrücklich. „Die Alarmierungswege für die Helfer vor Ort (HvO) werden kürzer“, sagt Tim Meierhoff, Vorstandsvorsitzender des DRK-Kreisverbands Uelzen. Sie käme somit direkt den Menschen zu Gute, die schnellstmöglich Hilfe benötigten. Auch für Helfer sei die Einführung ein positives Signal.

Das System „Helfer vor Ort“ kurz HvO wird im Landkreis Uelzen seit vielen Jahren bereits erfolgreich praktiziert. Knapp 50 gibt es im Landkreis Uelzen, zirka 30 von ihnen sind Mitarbeiter des DRK-Rettungsdienstes, andere sind beispielsweise Mitarbeiter von Berufsfeuerwehren. Unstrittig in der Notfallmedizin ist, dass bei vielen Notfallpatienten nach zehn bis 15 Minuten schwere Schäden vorliegen oder diese keine Überlebenschancen haben, wenn nicht sofort fachgerechte Hilfe geleistet wird.  Diese therapiefreie Zeit wird durch den Einsatz von HvO-Kräften erheblich verkürzt.

Bei der Feuerwehreinsatz- und Rettungsleitstelle des Landkreises Uelzen ist eine Liste der HvO hinterlegt. Sind die alarmierten Helfer vor Ort, können sie schon vor dem Eintreffen von Rettungsdienst und Notarzt eine erste Einschätzung der Lage an die Leitstelle geben.

Die Ausstattung der Helfer vor Ort geht über einen Erste Hilfe-Kasten hinaus. Sie sind zusätzlich mit medizinischem Grundmaterial wie Blutdruckmessgerät und Beatmungsbeutel ausgestattet. Das benötigte Material wird vom DRK-Rettungsdienst gestellt. Der Dienst des „Helfers vor Ort“ ist für die Bevölkerung völlig kostenlos. Da ein HvO immer Mitarbeiter eines Rettungsdienstes ist, verfügt er über eine entsprechende Ausbildung und kann kompetent und fachgerecht Hilfe leisten.

Andreas Dobslaw (UWG) sieht noch einen weiteren Vorteil: „Darüber hinaus könnten sich durch die Veröffentlichung und die zu erwartenden Diskussionen ja auch geeignete Personen finden, die bisher noch nicht im laufendenSystem erfasst, aber bereit und auch qualifiziert sind, sich dort einzubringen.“

Symbolfoto: Adobe Stock

Foto 2: DRK-Kreisverband Uelzen



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