Kinder und Erzieherinnen sind entsetzt: Randalierer wüten in Waldkindergarten

Subtitle: Bad Bevensen Bevensen.

Bad Bevensen. Jasmin Waltje, Leiterin des DRK-Waldkindergartens Bad Bevensen ist fassungslos und stinksauer. An drei Tagen hintereinander haben Vandalen das Gelände des Waldkindergartens an den Sandschellen heimgesucht und gewütet. „Am ersten Tag haben wir die Reste einer Party, die wahrscheinlich am Wochenende hier stattgefunden hat, gefunden“, sagt Jasmin Waltje. Pappbecher, Tücher, Pizzakartons, Zigarettenschachteln habe man eingesammelt. „Außerdem hat man wohl fleißig mit unserem Spielzeug gespielt.“ Die beiden Erzieherinnen haben gemeinsam mit den Kindern ersteinmal aufgeräumt und sich dann ihrem Kindergartenalltag gewidmet.

Bereits am nächsten Morgen der Schock: Die ungebetenen Besucher sind wieder da gewesen. Sie haben Tulpen aus den Pflanzbehältern gerissen, ein von den Kindern gebautes Tipi zerstört, ein am Bauwagen angebrachter Wochenkalender liegt abgerissen auf dem Boden. Jasmin Waltje: „Die Kinder sind sehr traurig darüber, wie mit ihren Sachen umgegangen worden ist.“ Zudem sei auch ein Erinnerungsfoto an eine verstorbene Kollegin durch den Wald geworfen worden. „Gerade daran hängen wertvolle Erinnerungen.“ Die Leiterin der Einrichtung hat den Vorfall der Polizei gemeldet und gemeinsam mit den Kindern wieder aufgeräumt.

Doch die Ordnung war nur von kurzer Dauer, bereits am nächsten Morgen fanden die Erzieherinnen und Kinder wieder ein großes Chaos vor – die Zerstörungswut kannte keine Grenzen. „Sie haben vor nichts Halt gemacht“, sagt Jasmin Waltje traurig. Das Insektenhotel ist zerstört, die Teile im Wald verteilt, ein Bäumchen, ein Geschenk zum fünfjährigen Bestehen der Einrichtung, ist in drei Teile geteilt, das aus einem Baumstamm gesägte Känguru-Maskottchen ist umgestoßen – keine Ecke haben die Vandalen ausgelassen.“ Gepflanztes ist ausgerissen worden, Pflanzbehälter sind kaputt, Dekorationen zerstört, die Liste wird lang und länger.

Natürlich machen sich auch die Kinder, die immer gerne in „ihren“ Wald gegangen sind, ihre Gedanken und stellen Fragen: Kommen die Diebe wieder? Müssen wir jetzt Angst haben? „Diese Angst müssen wir ihnen jetzt ersteinmal nehmen“, sagt Waltje, die bitter enttäuscht und wütend ist und sich immer wieder die Frage nach dem Warum stellt.

Auch der Vorstandsvorsitzende des DRK-Kreisverbands Uelzen, Tim Meierhoff, ist stocksauer: „Hier wurde sinnlos gewütet, alles was im Laufe der Jahre liebevoll und jeder Menge Herzblut aufgebaut worden ist, ist zerstört.“ Der individuelle Schaden ist hoch. Das der Vorfall polizeilich gemeldet und zur Anzeige gebracht worden ist, versteht sich von selbst.

Foto: DRK

 



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