Dubiose Handwerker verlangen über 1.000 Euro für nicht abgeschlossene Leistung - Hanstedter Fachbetrieb schreitet ein
- Subtitle: Bad Bevensen
Bad Bevensen. Ein Rohrbruch mit Folgen: Als es am gestrigen Samstag in einem Bad Bevenser Wohnhaus zu Problemen mit der Abwasser-Ableitung kam, bat die Bewohnerin ihre auswärts wohnende Tochter um Unterstützung. Was tun an einem Wochenende? Im Internet nach einem Notdienst suchen. Als endlich eine Firma gefunden schien, war die Erleichterung zunächst groß: Tatsächlich rückten zwei Mann am Sonntag an und machten sich an die Arbeit. Irgendwie.
Denn nach vier Stunden Arbeit hatten die vermeintlichen Handwerker nicht nur das Problem nicht gefunden - sie waren auch außerstande, eine abgeschraubte Toilette wieder zu montieren. Aber das dicke Ende kam noch nach: Mehr als 1.000 Euro seien fällig. Die verunsicherte Bad Bevenser Familie zahlte, um Ärger zu vermeiden.
Doch zum Glück hatte ein ebenfalls kontaktierter Mitarbeiter des Abwasserzweckverbands (AZV) Uelzen eine weitere Kontaktadresse parat: Rohrreinigung Jörke aus Hanstedt I. Inhaber Niklas Jörke sah sich die Sache an und fand gemeinsam mit dem AZV-Mitarbeiter in kürzester Zeit das wirkliche Problem in einem Abwasserschacht am anderen Ende der Häuserreihe. Die Tochter der betroffenen Hausbesitzerin: „Herr Jörke hat das Problem in zehn Minuten behoben.“
Aber damit nicht genug: Nicht nur die mangelhafte Arbeit der vermeintlichen „Kollegen“ fiel Fachmann Jörke auf, sondern auch der krasse Preis. Kurzerhand sprach der Handwerker die noch vor Ort weilenden Männer an - und bekam für die Auftraggeberin sofort 250 Euro zurückerstattet. Ein so schnelles Einlenken machte die Betroffenen noch stutziger.
Schlussendlich entschied sich die betroffene Familie, die Polizei einzuschalten.
Foto: privat