UWG-Sprecher Delekat: "Wir sind mit dem Ergebnis nicht zufrieden"

Subtitle: Uelzen

Uelzen. Die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) in der Hansestadt Uelzen hat ein Mandat abgeben müssen und ist jetzt nur noch mit zwei Sitzen im Stadtrat vertreten. Joachim Delekat, UWG-Sprecher für den Stadtbereich: "Mit dem Abschneiden sind wir nicht zufrieden. Ich meine, wir haben einen engagierten Wahlkampf gemacht. Leider hatten wir nur ganz wenige jüngere Kandidaten. Ein Jungpolitiker einer etablierten Partei erklärte mir im Wahlkampf, er könne nicht zur UWG wechseln, gleichwohl wir ein gutes Programm haben, da wir ihm keine Berufs-Politikerkarriere auf Landes- oder Bundesebenen anbieten könnten. Das ist eine ehrliche Antwort und richtig, wir machen Kommunalpolitik ehrenamtlich, großes Geld kann man bei uns nicht machen."

Festzuhalten sei: "Wir sind nach wie vor vierstärkste Kraft im Rat Uelzen und im Kreis, damit können wir gut arbeiten, auch konstruktiv mit Bürgermeister und Landrat und den anderen Fraktionen. Auf die Sacharbeit und die Anträge der neuen Partei im Rat bin ich gespannt." Gemeint ist die "AfD", die mit zwei Sitzen eingezogen ist.

Delekat: Nachdenklich machen mich viele offensichtlich satte, selbstzufriedene und selbstgerechte 50 Prozent Nichtwähler. Erfahrungsgemäß sind das zumindest in meinem Bekanntenkreis oft Leute, die über alles meckern. Dabei war doch das Spektrum der Kandidaten so groß. Es gibt Länder auf der Welt, da setzen Leute ihr Leib und Leben ein, um demokratische Rechte zu erringen. Das ist schon eine sehr bedenkliche Entwicklung. Vor Jahren gab es in Mecklenburg-Vorpommern bei Kommunalwahlen eine Beteiligung von nur 20 Prozent. Im Ergebnis gab es dann dort viele Ratsmitglieder extremer Parteien und die Bürger waren erschrocken. Ach? ... kann ich da nur sagen."

Foto (privat): Joachim Delekat (UWG)

 



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