Uelzen. Petra S. aus Uelzen - engagiert, beliebt in ihrem Freundeskreis, zuverlässig. Und seit dem 12. März 2025 spurlos verschwunden. „Es gibt keine neuen Hinweise“, erklärt die Polizei jetzt auf Anfrage der Uelzenerr Nachrichten. Die 60-Jährige bleibt wie vom Erdboden verschluckt und lässt ihre Freunde voller Sorge zurück, die sich auch an die Uelzener Nachrichten mit Informationen gewandt hatten. Leider vergeblich.
Doch was ist an jenem verhängnisvollen Tag geschehen? Petra S., wohnhaft im Südosten Uelzens im Bereich der Esterholzer Straße, führte regelmäßig den Hund von Freunden aus der Nachbarschaft aus, so auch an diesem Märztag. Zur Mittagszeit war sie nachweislich in der Innenstadt unterwegs, ging dann von der Ringstraße über die Esterholzer Straße zum Hans-Holtsche-Weg. Dort brachte sie wie abgesprochen den Hund zurück.
Dann jedoch machte Petra S. sich abermals auf den Weg in die Stadt. Vermutlich ging sie über die Groß-Liederner-Straße und die Bahnhofstraße zum Hundertwasserbahnhof. Gegen 13.20 Uhr verstummte dort ihr Handysignal - und damit das bislang letzte Lebenszeichen.
Was dann geschah, gibt Rätsel auf. Die Polizei nimmt an, dass sie im Bahnhof eine Fahrkarte gekauft hat, möglicherweise nach Hamburg. Ist der 60-Jährigen etwas zugestoßen? Wollte sie sich vielleicht eine neue Existenz aufbauen? Es gibt keine Antworten auf diese Fragen. Fest steht: Ein Abschiedsbrief oder ein anderer Hinweis wurde nicht gefunden. Und große Kontobewegungen, wie in solchen Fällen nicht ungewöhnlich, gab es auch nicht.
Petra S. mit den auffälligen Tätowierungen an den Unterarmen, in Uelzen fest verwurzelt und online engagiert in einer Gruppe, die aktiv gegen Kindesmissbrauch vorgeht, bleibt unauffindbar.
Die Polizei machte sich einen Tag nach ihrem Verschwinden auf eine intensive Suche. Spürhunde nahmen im Hans-Holtsche-Weg eine Spur auf, die zunächst in Richtung Elbe-Seitenkanal führte. Am Meilerhaus verlor sich dann die Spur. Könnte Petra S. In den nahen Kanal gestürzt sein? Gemeinsam mit DLRG, THW und DRK fand dort eine intensive Suche mit Drohnen und Booten statt. Fehlanzeige.
Im November 2025 schien es für kurze Zeit, als sei der Fall gelöst: Die Feuerwehr barg bei Groß Liedern einen Leichnam aus dem Elbe-Seitenkanal. Doch es handelte sich um einen Mann, Fremdverschulden ausgeschlossen.
Damit ist der Verbleib der zum Zeitpunkt ihres Verschwindens 60 Jahre alten Petra S. weiterhin ungeklärt. Sie ist etwa 1,68 Meter groß, schlank und hat blonde Haare. Am 12. März trug sie einen grauen Wollmantel, einen schwarzen Pullover, dunkelblaue Leggins und Stiefeletten.
Wer Hinweise auf die Vermisste geben kann, wendet sich bitte an die Polizei Uelzen, Tel. 0581-930-0
Symbolfoto: Feuerwehr Uelzen