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Lüneburg: Millionenschaden nach Brandstiftung in Kirche - Verdächtiger vor nächstem Gotteshaus festgenommen

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Barum. Vor kurzem noch hatte Pastor Frederic Richter zum Public Viewing angesichts des WM-Auftaktspiels der deutschen Elf in die Kirche St. Dionys bei Barum im Landkreis Lüneburg eingeladen. Jetzt ist das fast 170 Jahre alte, denkmalgeschützte Gotteshaus nach einer Brandstiftung schwer beschädigt. Der Schaden beläuft sich laut Polizei auf fast eine Million Euro. Ein Verdächtiger ist gefasst.

Am Samstag gegen 14.15 Uhr wurde eine Rauchentwicklung in einer Kirche im Gotenweg in St. Dionys, einem Ortsteil von Barum, gemeldet. Beim Eintreffen erster Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei stand eine elektrische Orgel innerhalb der Kirche in Brand. Durch die Hitzeentwicklung wurden auch die Empore sowie eine Treppe beschädigt.

Nach ersten Ermittlungen erhärtete sich der Verdacht einer Brandstiftung. Samstagabend wurde der Polizei gemeldet, dass ein psychisch auffälliger Mann von einer Rettungswagenbesatzung in das Städtische Klinikum Lüneburg gebracht wurde und sich dort wieder entfernt habe.

Dieser Mann habe allerdings ausgesagt, dass er eine Kirche angezündet habe. Im Rahmen einer Fahndung konnte der 26 Jahre alte Mann aus Mecklenburg-Vorpommern im Lüneburger Stadtgebiet angetroffen werden - vor der nächsten Kirche.

Zeitgleich wurden erste Vernehmungen durchgeführt. Demnach soll der Tatverdächtige am Brandort gesehen worden sein. Er wurde vorläufig festgenommen. Der 26-Jährige hatte sich Freitag aus einem psychiatrischen Klinikum in Mecklenburg-Vorpommern entfernt.

Es wurden Blutproben entnommen und diverse Beweismittel beschlagnahmt. Die weiteren Ermittlungen dauern an.

Fotos: Sven Lehmann, Presseteam Samtgemeindefeuerwehr Bardowick