Pascal Leddin und Jan Henner Putzier mahnen zu Sachlichkeit: „Beim Wolf helfen Fakten mehr als Märchengeschichten“
Hannover/Uelzen. Die Landtagsabgeordneten Pascal Leddin und Jan Henner Putzier machen deutlich: "Mit dem Beschluss des neuen Jagdgesetzes in dieser Woche setzt sich Niedersachsen an die Spitze der Bundesländer. Die Anpassung ist erforderlich, damit der Wolf regelhaft bejagt werden kann. Niedersachsen wird zu Beginn der Jagdzeit handlungsfähig sein."
Putzier und Leddin machen deutlich: "Die Rückkehr des Wolfes bringt im ländlichen Raum erhebliche Konflikte mit sich. Genau diese müssen wir in den Blick nehmen und besonders die Wölfe jagen, die viele Schäden verursachen. Deswegen brauchen wir auch Interventionsgebiete in denen dann ein ganzes Rudel entnommen werden kann, wenn dieses gelernt hat Nutztiere zu reißen. Niedersachsen ist handlungsfähig und nutzt die bundesgesetzlichen Spielräume aus."
„Die Äußerungen in der Presse vom Landtagsabgeordneten Hillmer enthalten leider mehr Behauptungen und Angriffe, als belastbare Fakten. Seine Zahlen stimmen schlicht nicht, Niedersachsen wird die Jagdzeit sogar verlängern und mit dem Managementplan, und dafür wurde das Niedersächsische Jagdgesetz angepasst, ein Bestandsmanagent ermöglichen", so die beiden Abgeordneten. "Gerade in politisch aufgeheizten Zeiten ist es wichtig, sach- und lösungsorientierte Politik zu machen."
Pascal Leddin ergänzt: „Herr Hillmer hätte all das wissen können. Er hätte dafür nicht einmal den ganzen Tag im Agrarausschuss verbringen müssen. Es hätte gereicht, wenn er während der Mittagspause kurz vorbeigeschaut hätte. Als einziger Landtagsabgeordneter aus dem Landkreis Uelzen war er bei den Beratungen zum Jagdgesetz überhaupt nicht anwesend. Umso erstaunlicher ist es, mit welcher Sicherheit er Dinge behauptet, die so schlicht nicht stimmen.“
Die beiden Abgeordneten weisen die Darstellung zurück, Rot-Grün habe eine Jagdzeit zur Bestandsregulierung abgeschafft. „Wir kassieren keine Jagdzeit ein. Das neue Bundesrecht eröffnet die Möglichkeit eines Managements. Genau diese Möglichkeit setzen wir um. Mit dem Jagdgesetz schaffen wir die Grundlage dafür, dass Niedersachsen als erstes Bundesland einen Managementplan vorlegen kann.“
Jan Henner Putzier betont: „Während andere noch darüber diskutieren, schaffen wir die Voraussetzungen für konkretes Handeln. Niedersachsen ist eines der ersten Bundesländer, welche einen Managementplan auf den Weg bringen und damit die neuen bundesrechtlichen Möglichkeiten praktisch nutzbar machen. Viele andere Länder – auch CDU-geführte – schauen sehr genau darauf, wie wir diesen Weg ausgestalten. Wer behauptet, Niedersachsen bleibe hinter den Möglichkeiten zurück, verdreht die Realität.“
Die beiden Abgeordneten betonen zugleich, dass die Probleme rund um den Wolf ernst genommen werden. „Der Wolf ist für viele Weidetierhalterinnen und Weidetierhalter eine Herausforderung. Das bestreitet niemand. Deshalb schaffen wir jetzt die rechtlichen Voraussetzungen, um schneller, gezielter und rechtssicher handeln zu können. Das ist deutlich hilfreicher als immer neue Schlagzeilen zu produzieren.“
Abschließend erklären Leddin und Putzier: „Die Menschen im ländlichen Raum haben ein Recht auf eine ehrliche Debatte. Die Probleme sind real und wir werden sie mit einem rechtssicheren Managementplan eindämmen. Dafür braucht es Sachverstand, Fakten und praktikable Lösungen, nicht politische Märchenstunden.“
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