Hubschrauber, Rettungstaucher, Sonarboot: Jugendlicher stiehlt E-Bike und sorgt für Großeinsatz am Kanal
Bad Bodenteich. Für einen Rettungseinsatz aufgrund einer möglichen Gefahrenlage sorgte ein Jugendlicher Mittwochabend im Bereich des Elbe-Seitenkanals bei Bad Bodenteich.
Gegen 19.20 Uhr wurde der Leitstelle ein herrenloses Elektro-Kleinkraftrad mittig auf der Fußgängerbrücke am Waldbad gemeldet. Als die Polizei vor Ort eintraf, konnten die Beamten feststellen, dass an dem eingeschalteten Fahrzeug der Schlüssel noch steckte. Parallel befanden sich am Kleinkraftrad sowie am Brückengeländer deckungsgleiche Schäden, die auf einen Unfall schließen ließen. Ein Nutzer des Kleinkraftrads war nicht auffindbar.
Das Kraftrad war nicht versichert und mit einem Versicherungskennzeichen aus dem Jahr 2022 versehen. Da aufgrund der vorhandenen Schäden nicht ausgeschlossen werden konnte, dass ein Fahrer beim Unfall mit dem Geländer in den Kanal geschleudert wurde, leitete die Polizei zusammen mit Feuerwehr und Rettungsdienst einen Such- und Wasserrettungseinsatz in die Wege.
Feuerwehr und Rettungsleitstelle des Landkreises Uelzen sowie diverse Rettungskräfte wurden zur Absuche des Kanals aus der Luft, zu Boden und zu Wasser alarmiert. Auch die DRK-Bereitschaft war im Einsatz. Es waren auch die Feuerwehr Bad Bodenteich mit zwei Booten, der Rettungsdienst mit mehreren Fahrzeugen sowie der Rettungshubschrauber Christoph 19 vor Ort. Weiterhin dabei: das THW Uelzen mit einem Sonarboot und eine Rettungstauchergruppe aus Lüneburg.
Parallel wurden Ermittlungen beim letzten Halter durchgeführt. Dabei stellte sich heraus, dass das E-Kraftrad offenbar kurz zuvor beim Eigentümer aus der Garage entwendet wurde. Durch einen vor Ort im Einsatz befindlichen Feuerwehrmann, der kurz vor der Alarmierung das Kraftrad mit einem Jugendlichen im Ort gesehen hatte, kam der entscheidende Hinweis auf einen 14-jährigen Jungen aus dem Ort. Der Jugendliche wurde zu Hause angetroffen und gestand im Beisein der Eltern den Diebstahl, den Unfall und die. Der Rettungseinsatz konnte damit glücklicherweise abgebrochen werden. Die weiteren strafrechtlichen Ermittlungen dauern an.
Foto: DRK Bereitschaft Kreis Uelzen