Uelzen/Landkreis „Wir sind im Zeitplan“, betonte Landrat Dr. Heiko Blume mit Blick auf den Bau des 145 Millionen Euro teuren künftigen BBS-Campus. Während eines am heutigen Mittwoch eigens als Reaktion auf die jüngste Kritik der SPD-Kreistagsfraktion anberaumten Pressegesprächs erklärte der Verwaltungschef: „Es ist ein komplexes Projekt. Ich habe mich schützend vor die Mitarbeiter der Verwaltung gestellt und weise die Kritik deutlich zurück.“
Der Vorsitzende der SPD-Fraktion, Jan Henner Putzier, hatte während der jüngsten Kreistagssitzung den „Verwaltungs-Turbo“ bei der Umsetzung des größten Bauprojekts in der Geschichte des Landkreises Uelzen vermisst und außerdem eine verstärkte Akquise von Fördermitteln gefordert.
Manfred Schrodt vom Gebäudemanagement Uelzen/Lüchow-Dannenberg hielt mit Blick auf den aktuellen Planungsstand indes fest: „Das ist Turbo.“
Erster Kreisrat Dr. Björn Hoppenstedt betonte, dass eine Planreife bis September 2026 erreicht werden soll. Das Knifflige: Auch wenn der Landkreis Uelzen Träger der Berufsbildenden Schulen I und II ist, die an der Wilhelm-Seedorf-Straße ab 2031 einen gemeinsamen Standort haben sollen: Das Areal liegt im Gebiet der Hansestadt Uelzen. Und von dort müssen die Genehmigungen kommen. Uelzens Bürgermeister Jürgen Markwardt sagte während des Gesprächs, dass seine Verwaltung entsprechend mit Hochdruck arbeite und schnellstmöglich reagiere.
Die Kritik wegen nicht ausreichend eingeworbener Fördermittel wies Landrat Dr. Blume ebenfalls zurück: „Wir prüfen konsequent die Möglichkeiten, aber derzeit gibt es einfach nichts.“ Da die Politik den Bau des BBS-Campus beschlossen habe, setze die Verwaltung das Projekt mit Nachdruck und den zur Verfügung stehenden Möglichkeiten um.
An der Esterholzer Straße entsteht derzeit bereits das erste Gebäudemodul des neuen Campus. Nach den Sommerferien soll es fertig sein.
Foto: Michalzik