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Lüneburger Geistergraffiti: Polizei fasst offenbar den verantwortlichen Sprayer

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Lüneburg. Von Scharnebeck bis nach Melbeck sind und waren sie rund um Lüneburg zu sehen – die Geistergraffiti, von manchem Betrachter eher im Bereich Kunst im Stil von Banksy denn als Schmiererei verortet. Mehr als 500 der phantasievollen Gespenster-Sprühgemälde sind seit 2010 entstanden. Jetzt könnte der Urheber von der Polizei gefasst worden sein.

Denn Beamte stellten einen 28 Jahre alten Lüneburger in der Nacht zu Donnerstag unweit der Anna-Vogeley-Straße nach frisch begangener Tat. Anwohner hatten den Mann gegen 3.45 Uhr beim Sprayen auf zwei Stromkästen beobachtet und die Polizei alarmiert. Die Beamten fassten den mit einem Fahrrad und später zu Fuß flüchtenden Lüneburger. Bei sich hatte der 28-Jährige unter anderem einen Rucksack sowie Sprühdosen. Beidem frisch gesprayten Farbmotiv handelte es sich auch um ein Geistermotiv.

Mit Beschluss des Amtsgerichts Lüneburg durchsuchten Ermittler im Verlauf des gestrigen Donnerstags zwei dem Mann zugeordnete Wohnungen in Lüneburg. Dabei wurden verschiedene Sprayutensilien, Lackstifte, Skizzenblöcke sowie technische Geräte wie Handy, IPad und Laptop sichergestellt. Die weiteren Ermittlungen zu den Sprayereien aus der Nacht zum 21.09. wie auch möglichen Weiteren aus den letzten Wochen und Monaten dauern an.

Die lustigen Geister haben eine regelrechte Fangemeinde. Auf Instagram widmen sich mehrere Kanäle der Dokumentation. Auch ein Crowfunding zur Finanzierung einer Filmdokumentation hat es bereits gegeben. Laut Lünepedia finden sich die bunten Geister mit ihren ausdrucksstarken Gesichtern an Brücken, Hauswänden, Stromkästen und anderen sichtbaren Oberflächen in der Hansestadt

Einige Geister, so Lünepedia, würden bereits wieder verblassen oder wurden aktiv entfernt, etwa durch Gemeindemitarbeiter. An einigen Stellen tauchten Geister nach Entfernung kurze Zeit später auch wieder auf. Einige Geister befänden sich an schwer zugänglichen Orten. Eine ganze Reihe von Geistern habe eine Fliege als Antagonisten, auf die sie mit entsprechendem Gesichtsausdruck reagierten.

Mit Beschluss des Amtsgerichts Lüneburg durchsuchten Ermittler im Verlauf des Donnerstags zwei dem Mann zugeordnete Wohnungen in Lüneburg. Dabei wurden verschiedene Sprayutensilien, Lackstifte, Skizzenblöcke sowie technische Geräte wie Handy, iPad und Laptop sichergestellt. Die weiteren Ermittlungen zu den Sprayereien wie auch möglichen Weiteren aus den letzten Wochen und Monaten dauern laut Polizei an.

Foto: Lünepedia/Creative Commons, Minas Anor