Lüneburg. Haftbefehl wegen Totschlags hat eine Richterin des Amtsgerichts Soltau (Bereitschaftsgericht) nach Antrag der Staatsanwaltschaft Lüneburg gestern Abend gegen einen Heranwachsenden (18) erlassen.
Wie berichtet, war es am Freitag in den Mittagsstunden in einer Wohnung in einem Lüneburger Mehrparteienhaus zu einer folgenschweren Auseinandersetzung gekommen. Der 18-Jähriger sowie der dort wohnhafte 27-Jährige waren gegen 13 Uhr in einen Streit geraten, in dessen Folge der 27-Jährige folgenschwere Stichverletzungen erlitt und trotz Notversorgung im Verlauf des Nachmittags im Lüneburger Klinikum aufgrund der Schwere der Verletzungen verstarb. Die Polizei stellte ein Küchenmesser als mutmaßliches Tatwerkzeug sicher.
Im Einsatz waren Ermittler des Fachkommissariats Tötungsdelikte sowie der Spurensicherung veranlassten zusammen mit der Lüneburger Tatortgruppe. Der Leichnam des 27-Jährigen wurde von der Rechtsmedizin in Hamburg obduziert.
Neben dem 18-Jährigen wurde am 30.01. auch ein 40-Jähriger vorläufig festgenommen. Nach weiteren Ermittlungen und Vernehmungen erhärtete sich ein dringender Tatverdacht gegen diesen nicht, so dass der Mann in Absprache mit der Staatsanwaltschaft Lüneburg am Samstag wieder entlassen wurde.
Die Ermittlungen zu den Hintergründen und dem Hergang der Auseinandersetzung dauern weiterhin an.
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