Schwerer Unfall mit vier Schwerstverletzten bei Brockhöfe - Polizei nennt Details: Alkohol im Spiel - Auto nicht zugelassen - Fahrer (17) nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis
Brockhöfe. Die Polizei nennt Details zu dem schweren Unfall, der sich am späten Samstagabend zwischen Brockhöfe und Ellerndorf auf der K32 ereignet hatte und bei dem vier junge Menschen schwerste Verletzungen erlitten (UEN berichteten). Die ersten Erkenntnisse sind erschütternd. So soll der junge Fahrer (17) nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis sein. Das Auto war nicht zugelassen.
Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst waren mit einem Großaufgebot vor Ort. Nach derzeitigen Ermittlungen war der Fiat Brava mit vier Insassen auf der Kreisstraße 32 aus Richtung Ellerndorf kommend in Fahrtrichtung Brockhöfe gegen 21.35 Uhr aus bislang unbekannter Ursache im Bereich einer Linkskurve nach links von der Fahrbahn abgekommen.
Daraufhin kollidierte der PKW mit zwei Bäumen, welche durch die Wucht des Aufpralls durchtrennt wurden. Im weiteren Verlauf überschlug sich der PKW und kam wieder auf den Reifen zum Stehen.
Der 17 Jahre alte Fahrzeugführer wurde schwer verletzt. Durch den Aufprall wurde eine 15 Jahre alte Beifahrerin im Fahrzeug eingeklemmt und schwer verletzt. Einsatzkräfte der Feuerwehr befreiten das Mädchen aus dem verunfallten Fahrzeug.
Zum Unfallzeitpunkt befanden sich darüber hinaus zwei weitere 18 und 19 Jahre alte Insassen auf der Rücksitzbank des Fiat. Beide Personen wurden während des Unfalls aus dem Fahrzeug geschleudert. Dadurch erlitten sie schwerste Verletzungen und waren nicht mehr ansprechbar.
Beide Schwerstverletzen wurden mit Rettungshubschraubern in Spezialkliniken nach Hamburg und Hannover geflogen. Erste Ermittlungen ergaben laut Polizei, dass vermutlich alle Fahrzeuginnensassen zum Unfallzeitpunkt unter dem Einfluss von Alkohol standen.
Weiterhin war der Fahrzeugführer nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis. Der PKW war nicht zugelassen und wurde mit einem nicht zum Fahrzeug zugehörigen Kennzeichen geführt.
Die weiteren Ermittlungen zum Unfallhergang, auch in Absprache mit einem Sachverständigen, der noch am 07.03.26 die Unfallstelle begutachtete, dauern an.
Neben den Rettungshubschraubern und insgesamt vier Rettungswagen waren die Feuerwehren aus Ellerndorf, Wriedel-Schatensen und Brockhöfe mit mehr als 50 Einsatzkräften vor Ort. Ergänzend war die Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) mit Einsatzkräften vor Ort.
Foto: Feuerwehr Wriedel-Schatensen