Nach tödlichem Familiendrama in Wichtenbeck: Kein Ende der Ermittlungen in Sicht - Der Beschuldigte schweigt weiter
Von Michael Michalzik
Wichtenbeck. Eine Familientragödie mit tödlichem Ausgang - und bis heute gibt es keine Antwort auf das Warum: Auch mehr als zwei Monate nach der Bluttat von Wichtenbeck bei Eimke (UEN berichteten: https://www.uelzener-nachrichten.com/blaulicht/9524-bluttat-in-wichtenbeck-frau-stirbt-soehne-mit-schwersten-verletzungen-vater-festgenommen) schweigt der Beschuldigte nach Angaben der Staatsanwaltschaft. Der seit seiner Festnahme in der Tatnacht am 25. Februar in Untersuchungshaft sitzende 54-Jährige „hat sich noch nicht zur Sache eingelassen“, erklärt eine Sprecherin der zuständigen Staatsanwaltschaft Lüneburg auf Anfrage der Uelzener Nachrichten.
Die Polizei hatte sich unmittelbar nach der Tat festgelegt und in Richtung eines geplanten „erweiterten Suizids“ ermittelt. Demnach war der Landwirt im Wohnhaus des Hofs im 150-Einwohner-Dorf Wichtenbeck auf seine mehrere Jahre jüngere Frau losgegangen und hatte sie mit einem einzelnen Messerstich getötet. Weiterhin soll er seine beiden jugendlichen Söhne angegriffen und einen von ihnen durch Ausübung stumpfer Gewalt lebensbedrohlich verletzt haben.
Dennoch bleiben derzeit viele Fragen für die Ermittler offen: „Die Ermittlungen dauern an; es stehen noch Gutachten aus, deren Eingang es abzuwarten gilt“, so die Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Möglicherweise ergeben sich daraus weitere Ermittlungsansätze. Diese könnten wiederum weitere Fristen für Stellungnahmen auslösen. Kurzum: Die Sache dauert an.
Anders, als in anderen Medien berichtet, kann von einer zeitnahen Anklageerhebung keine Rede sein: „Wann mit einem Verfahrensabschluss hier zu rechnen ist, kann ich daher jetzt nicht zuverlässig mitteilen“, so die Sprecherin.
Foto: Michalzik