"Unser Kleines Stadtatelier" schließt - Die Arbeit wird ehrenamtlich fortgesetzt
Uelzen. "Unser Kleines Stadtatelier" war sechs Jahre lang in Uelzen eine feste Institution für Kunst und Miteinander: In der Kleinen Mühlenstraße 7 waren die Türen im Grunde ständig für Gäste geöffnet, für Kreativschaffende ebenso wie für Menschen, die einfach das Gespräch suchten. Mit einer Vielzahl von Aktionen zum Thema Inklusive Kreativität bereicherte das Team um Brigitte Schulz und Ronja Junk die Uelzener Kulturszene. Mehr als 20 Praktikanten, oft aus schwierigen sozialen Verhältnissen, wurden betreut, bestärkt und vermittelt.
Doch die Zeit des bunten Wohnzimmers, wie Brigitte Schulz das Atelier liebevoll beschreibt, findet nun ein Ende. Sechs Jahre waren sie und Ronja im Grunde sieben Tage die Woche im Atelier aktiv, der dahinterstehende Verein brauchte ständig neue Ressourcen: „Wir hatten großartige Unterstützer, aber am Ende war es zu wenig“, so Schulz im UEN-Gespräch. Hinzu kamen persönliche Gründe. Deswegen fiel schweren Herzens der Entschluss, den Verein aufzulösen und das Kleine Stadtatelier jetzt zu schließen.
Das bedeutet aber nicht das Ende für inklusive Kreativität in Uelzen: „Wir bleiben ehrenamtlich aktiv“, so Schulze. "Unser Zuhause-Atelier" lautet das Stichwort. Im Mittelpunkt wird der heimische Immenhof stehen. Aber nicht nur: „Ein Vorteil ist, dass wir jetzt deutlich flexibler sind. Wir werden eine Art Atelier-Hopping betreiben und an verschiedenen Standorten in Uelzen aktiv bleiben." Kooperationen sind auch geplant.
Bevor es so weit ist, muss das Ladengeschäft, in dem das Atelier zu Hause war, ausgeräumt werden. Ein Nachmieter muss auch noch gefunden werden. Weiter Infos unter: https://www.brigitte-schulz-immenhof.de/
Foto/Grafik: Das Kleine Stadtatelier