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Landkreis Uelzen

Der blaue Erdrutsch ist ausgeblieben - Kreistag steht dennoch vor neuen Realitäten

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Uelzen/Landkreis. Offensichtlich hat die „AfD“, deren Wahlkampf in unserem Landkreis als zumindest verhalten einzuschätzen wäre, den Schwung aus Sachsen-Anhalt mitnehmen können: Als großer Gewinner des gestrigen Wahlabends fuhr die „Alternative für Deutschland“ auf Kreisebene 18,1 Prozent der Stimmen ein und zog damit deutlich an den Grünen (14,8) vorbei.

Die CDU verlor 5,1 Punkte und kommt jetzt noch auf 30,5 Prozent, bleibt also die weitaus stärkste Fraktion im Kreistag. Auch die SPD büßte ein, verlor 3,9 Prozent im Vergleich’ zu 2021 und hat jetzt noch 19,8 Prozent. Die UWG konnte sich mehr oder minder halten und kommt jetzt auf 8,8 Prozent (minus 0.9). Die FDP taumelt der Bedeutungslosigkeit entgegen, verlor -4,1 Prozent und kommt auf 1,8 Prozent.

Konkret bedeutet das: Die CDU ist mit 13 Sitzen im neuen Kreistag vertreten, die SPD mit 8. Ebenfalls 8 Sitze hat jetzt die AfD, die sich vorher mit zwei Mandaten begnügen musste.

Die Grünen kommen auf 6 Sitze, die UWG auf 4. Danach startet das Klein-klein: FDP: 1, BSW: 1, Linke: 1.

Auch, wenn der befürchtete blaue Erdrutsch ausgeblieben ist und eine Partei, die in Niedersachsen vom Verfassungsschutz als „Beobachtungsobjekt von erheblicher Bedeutung“ eingestuft wird, weit vom Steuerruder ferngehalten wurde: Die Lage ist angesichts der künftigen Fraktionsgröße eine vollkommen andere, mit der der neue Kreistag umgehen muss.

Grafiken: Landkreis Uelzen