Zukunftsthema Wohnen: Putzier legt Plan für bezahlbaren Wohnraum im Landkreis Uelzen vor
Uelzen/Landkreis. Bezahlbares Wohnen wird zu einer zentralen Zukunftsfrage für den Landkreis Uelzen. Landratskandidat Jan Henner Putzier hat deshalb seinen „Plan Wohnen“ vorgestellt. Er ist aus dem Bürgerdialog „Wohnen“ hervorgegangen und knüpft an das Wohnraumversorgungskonzept des Landkreises (CIMA, 2024) an.
Die Ausgangslage ist deutlich: Im gesamten Landkreis gibt es nur noch 496 Sozialwohnungen, mehr als 40 Prozent weniger als 2017. Bis 2040 läuft zudem ein Großteil der Sozialbindungen in der Stadt Uelzen aus. Gleichzeitig stehen in vielen Dörfern Häuser leer, während es an kleinen, bezahlbaren und barrierearmen Wohnungen fehlt.
„Unser Problem ist nicht nur, dass Wohnraum zu teuer ist. Es fehlt auch an passenden Wohnungen und zwar dort, wo die Menschen sie brauchen. Die Zahlen sind bekannt. Jetzt müssen wir handeln“, sagt Putzier.
Sein Plan umfasst sechs zentrale Handlungsfelder:
- Ortskerne beleben: Ein Leerstands- und Ideenkataster soll sichtbar machen, wo Wohnraum und Entwicklungspotenziale vorhanden sind.
- Bezahlbaren Wohnraum sichern: Gemeinsam mit der gwk, Wohnungsbaugesellschaften und Genossenschaften sollen mehr dauerhaft bezahlbare Wohnungen geschaffen und gesichert werden.
- Neue Wohnformen ermöglichen: Gemeinschaftliche und generationenübergreifende Wohnmodelle sollen stärker unterstützt werden.
- Azubi- und Mitarbeiterwohnen ausbauen: Unternehmen und Kommunen sollen beim Aufbau von Azubi-Wohnheimen und Mitarbeiterwohnungen zusammengebracht werden.
- Energetisch sanieren: Bestehender Wohnraum soll energetisch fit für die Zukunft gemacht werden, ohne dass die Kosten die Bezahlbarkeit gefährden.
- Schneller bauen: Ein gestärktes und stärker digitalisiertes Bauamt soll Genehmigungsverfahren beschleunigen und Bauwillige besser unterstützen.
„Wir brauchen keinen weiteren Plan, der im Schrank verschwindet. Wir brauchen einen Fahrplan mit konkreten Maßnahmen, Verantwortlichkeiten und einem klaren Zeitplan“, so Putzier.
Als Landrat will er das bestehende Wohnraumversorgungskonzept deshalb in einen verbindlichen Maßnahmenplanüberführen. Außerdem soll ein erster Wohnungs-Gipfel des Landkreises Kommunen, Wohnungswirtschaft, Genossenschaften, Unternehmen und weitere Akteure an einen Tisch bringen.
„Wohnen entscheidet darüber, ob Menschen hierbleiben, zurückkommen oder neu zu uns kommen können. Wenn wir lebendige Ortskerne, Fachkräfte und gute Lebensbedingungen im Landkreis sichern wollen, müssen wir heute beim Wohnen handeln“, sagt Putzier.