Landrat ehrt Schülerinnen und Schüler der Oberschule Ebstorf für Friedensarbeit
Uelzen/Landkreis. Schülerinnen und Schüler der Oberschule Ebstorf haben sich im vergangenen Jahr an der Haus- und Straßensammlung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. beteiligt. Der Vorsitzende des Kreisverbandes Uelzen Landrat Dr. Heiko Blume hat sich heute bei den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern persönlich bedankt und jedem der Teilnehmenden eine entsprechende Urkunde überreicht. Darüber hinaus sprach Dr. Blume dem Kontaktlehrer Christian Fischer, auf dessen Initiative die Sammlung der Oberschülerinnen und Oberschüler zurückgeht, seinen Dank aus.
Jugend, Schule, Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund und Kriegsgräberfürsorge – passt das überhaupt zusammen? Sicherlich wird diese Frage von vielen, die davon zum ersten Mal hören, schnell mit „Nein“ beantwortet werden. Vordergründig gesehen haben Sie Recht: Kriegsgräber stehen eigentlich für die Vergangenheit und tote Menschen. Der Erste und Zweite Weltkrieg liegen weit zurück. Doch je mehr sich jeder Einzelne mit den Themen und den Aufgaben des Volksbundes beschäftigt, desto mehr wächst die Erkenntnis, dass es nicht nur um die Vergangenheit, sondern wesentlich um Gegenwart und Zukunft geht. Die aktuellen Kriege zeigen, dass die Arbeit des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge und dessen Mahnung zum Frieden in einer immer noch unfriedlichen Welt berechtigter denn je ist.
Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge ist ein gemeinnütziger Verein, der sich zur Aufgabe gemacht hat, Gräber aller Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft als Mahnung für ein friedliches Miteinander aller Menschen zu erhalten und zu pflegen. Er führt diese Arbeit im direkten Auftrag der Bundesregierung durch. Dabei finanziert sich der Volksbund jedoch zum überwiegenden Teil aus Spendengeldern. Erst hierdurch wird eine eigenständige Jugend- und Schularbeit möglich.
Unter dem Leitmotiv „Versöhnung über den Gräbern – Arbeit für Frieden“ beteiligen sich alljährlich über 10.000 junge Menschen an den Projekten des Volksbundes im In- und Ausland. Ausgehend von den Gräbern der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft können Jugendliche erfahren, dass Meinungsfreiheit, Wahrung des Menschenrechts, Demokratie und Frieden keine Selbstverständlichkeit sind, sondern das Engagement jedes Einzelnen erfordern. Mit seiner Jugend-, Schul-, und Bildungsarbeit will der Volksbund den kommenden Generationen verdeutlichen, dass die Erinnerung an das Schicksal der Toten dazu beiträgt, unsere Demokratie, die Achtung der Menschenrechte und gegenseitige Toleranz zu stärken.
Genau dazu haben die Schülerinnen und Schüler der Oberschule Ebstorf mit der Durchführung der Haus- und Straßensammlung 2025 ihren Teil beigetragen. Sie haben nicht nur zugeschaut, sondern mitgemacht und so ein Zeichen für den Frieden gesetzt.
Foto: Landkreis Uelzen