Verein Cumulus trotzt der Treibstoff-Krise: Uelzener Flugtag findet statt!
- Subtitle: Barnsen
Von Michael Michalzik
Uelzen. Der Iran-Krieg hat hierzulande nicht nur die Spritpreise an den Tankstellen in die Höhe schnellen lassen - er wird auch für die Luftfahrt zusehends zur Belastung. Die Lufthansa beispielsweise reagiert mit massiven Ausdünnungen ihres Flugplans. Was aber machen Uelzens Sportflieger angesichts der Situation? Klare Sache: Klein beigegeben wird nicht!
„Der Flugtag ist in diesem Jahr nicht gefährdet und findet wie gewohnt an Christi Himmelfahrt statt“, erklärt Martin Schollerer, Schriftführer des FSV Cumulus Uelzen, gegenüber den UEN. Der Flugsportverein betreibt den Flugplatz Uelzen bei Barnsen und rechnet zum großen Tag wieder mit 6.000 bis 7.000 Besuchern: „Wir werden wieder Rundflüge mit den vereinseigenen Flugzeugen anbieten.“ Wie in den Vorjahren sind auch Rundflüge mit einem Antonow-Doppeldecker sowie mit einem Hubschrauber geplant.
Allerdings, so Schollerer: „Die Ticketpreise mussten aufgrund der generell gestiegenen Kraftstoff- und Unterhaltungskosten angehoben werden. Für die Anreise mit dem PKW steht der bekannte Parkplatz in etwa einem Kilometer Entfernung zum Flugplatzgelände zur Verfügung. Auch hier war eine Anpassung der Parkgebühr auf 3,00 EUR pro Fahrzeug erforderlich.“
Der Verein beschäftigt sich auch sonst mit den steigenden Spritpreisen. Kommerziell genutzte Flugzeuge würden allerdings eher auf großen Flughäfen betankt als an der Tankanlage eines kleineren Vereins. Deswegen gibt es bei Cumulus derzeit noch keinen Bedarf, teuren Kraftstoff zu kaufen. Dennoch: „Sollten die Preise weiterhin so hoch sein, planen wir, die internen Kraftstoffpreise an die Märkte anzupassen“, erklärt Schriftführer Schollerer.
Keine Probleme bereiten die Kraftstoffpreise der Pilotenausbildung des Vereins. Schollerer: „Der Ausbildungsbetrieb ist nicht beeinträchtigt. Der FSV Cumulus freut sich sogar über drei neue Flugschüler, die in Kürze ihre Ausbildung zum Privatpiloten (PPL-A) aufnehmen werden. Darüber hinaus hat ein Segelflugpilot seine Umschulung auf den neuen vereinseigenen Motorsegler erfolgreich abgeschlossen und die Prüfung bestanden.“
Foto: FSV Cumulus