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Bluttat von Wichtenbeck: Prozessbeginn am 10. August - Beschuldigter psychisch krank?

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Lüneburg/Wichtenbeck. Am Abend das 25. Februar ereignete sich im 150-Einwohner-Ort-Wichtenbeck ein so grausames Verbrechen, dass es bundesweit Schlagzeilen machte (UEN berichteten: https://www.uelzener-nachrichten.com/blaulicht/9524-bluttat-in-wichtenbeck-frau-stirbt-soehne-mit-schwersten-verletzungen-vater-festgenommen): Eine Ehefrau und zweifache Mutter (46) starb im Wohngebäude eines Bauernhofs an den Folgen einer brutalen Attacke mit einem Messer als Tatwaffe, die beiden jugendlichen Söhne erlitten schwere, beziehungsweise lebensbedrohliche Verletzungen. Unter Verdacht: Der Ehemann und Vater (jetzt 56), der sich am Tatort widerstandslos festnehmen ließ.

Nun startet der Prozess gegen den Landwirt: Am Montag, 10. August, 9.30 Uhr beginnt vor der 4. großen Jugendkammer in Saal 21 die Hauptverhandlung gegen den Mann, der sich nach Ansicht der Staatsanwaltschaft wegen vollendeten und versuchten Mordes strafbar gemacht haben soll (Az. 45 KLs 3/26).

Zwei wesentliche Fragen werden während des Prozesses zu klären sein: Das Motiv und die Schuldfähigkeit. Denn der Beschuldigte hatte sich in der Tatnacht widerstandslos im Wohnhaus seines Wichtenbecker Hofs festnehmen lassen, sitzt seitdem in Lüneburg in Untersuchungshaft - und schweigt.

Möglicherweise war zum Zeitpunkt der Tat, so die Anklage, "seine Fähigkeit, nach der bestehenden Einsicht in das Unrecht der Taten zu handeln, krankheitsbedingt erheblich beeinträchtigt“.

Nachbarn beschrieben den Verdächtigen nach der Tat als „wie vollkommen ausgewechselt“. Wie ein fremder Mensch habe der 54-Jährige gewirkt, als die Polizei ihn abgeführt habe.

Die Kammer hat drei Sachverständige hinzugezogen und zum ersten Verhandlungstermin 5 Zeugen geladen. Fortsetzungstermine sind bestimmt auf den 12. (10 Zeugen) und 17.08.2026, jeweils um 9:30 Uhr in Saal 21.

Foto: Michalzik