Nach Großbrand in der Uelzener Innenstadt: Staatsanwaltschaft hat Tatverdächtigen im Visier!
Uelzen. Nach dem schweren Schadensfeuer in der Uelzener Innenstadt am 11. April (Uelzener Nachrichten berichteten mehrfach, u.a.: https://www.uelzener-nachrichten.com/blaulicht/9724-grossbrand-in-der-uelzener-innenstadt-betroffene-schildert-flucht-aus-brennender-wohnung-katzen-ueberlebten-nicht?highlight=WyJrYXR6ZW4iXQ==) stehen Polizei und Staatsanwaltschaft vor einem Ermittlungserfolg! Es gibt einen Tatverdächtigen, wie Konstantin Paus, Sprecher der Ermittlungsbehörde, auf Anfrage bestätigt.
Als in der Brandnacht gegen 3 Uhr morgens in dem ruhigen Hof an der Schuhstraße mitten in der Stadt ein Mann gesehen wurde, der sich an den dortigen Müllcontainern zu schaffen machte, legte sich die Polizei früh fest und ermittelte wegen fahrlässiger Brandstiftung. Ein Verdacht, der sich jetzt zu bestätigen scheint, denn die Ermittler haben so schnell Fortschritte gemacht, dass der Fall von der Polizei inzwischen an die Staatsanwaltschaft Lüneburg abgegeben wurde: „Das Ermittlungsverfahren wegen schwerer Brandstiftung richtet sich gegen eine bestimmte verdächtige Person“, so Paus. Aber: „Weitere Informationen können zum jetzigen Zeitpunkt nicht erteilt werden, um die weiteren Ermittlungen nicht zu gefährden.“
Bei dem Großbrand waren zwei Personen verletzt worden. Zwei Katzen kamen ums Leben. Menschen mussten sich aus brennenden Wohnungen retten und entkamen nur knapp. Die Feuerwehr evakuierte 35 Personen, zwei Mehrparteienhäuser waren betroffen. Nur dank des schnellen und konsequenten Eingreifens der Rettungskräfte konnte eine verheerende Feuerkatastrophe in der Uelzener Innenstadt verhindert werden. Doch der Schaden ist dennoch riesig: Menschen wurden wohnungslos, verloren zum Teil ihr Hab und Gut. Der Sachschaden liegt bei mehr als 800.000 Euro.
Der Beschuldigte muss im Fall einer Anklage mit harten Konsequenzen rechnen: Die Höchststrafe für schwere Brandstiftung liegt in Deutschland bei 15 Jahren Haft.
Eine Absage erteilt die Staatsanwaltschaft indes dem Bericht eines anderen Mediums, demnach es sich um einen Serientäter handeln könnte: „Derzeit gibt es keine hinreichenden Anhaltspunkte für die Annahme eines Zusammenhangs mit anderen Containerbränden im Uelzener Stadtgebiet in den vergangenen Wochen“, macht Sprecher Paus deutlich.
Fotos: Feuerwehr Uelzen