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Landkreis Uelzen

"Es ist nicht die Aufgabe der Deutschen Bahn, mit immer neuen Trassenvorschlägen die Anwohner zu verunsichern"

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Uelzen/Landkreis. Zur Diskussion um die Absage der Deutschen Bahn, die Bestands-Strecken in unserer Region auszubauen, erklärt Landtagsabgeordneter Jörg Hillmer (CDU): "Das Land Niedersachsen hat bereits 2005 auf Wunsch der Bahn eine Linienfeststellung getroffen für eine Schnellverbindung Hannover-Hamburg-Bremen. Diese sogenannte Y-Trasse hat die Bahn dann 10 Jahre lang nicht weiter beplant, so dass die raumordnerische Feststellung 2015 verfallen ist. Daraufhin ist vom Bundesverkehrsministerium 2015 ein neues Trassensuchverfahren gestartet worden mit dem Ziel eine Güterverkehrstrasse (!) zu finden. Das Ziel war, die wachsenden Güterverkehre von und zu den Nordseehäfen auf die Schiene zu bringen. Dieses Verfahren wurde durch Bürger und Kommunen im Dialogforum begleitet. Der Kompromiss war das sogenannte Alpha-E, der Ausbau der Bestandsstrecken. Der Landtag hat sich einstimmig hinter dieses Ergebnis gestellt und der Bundestag hat sich das Ergebnis weitestgehend im Bundesverkehrswegeplan zu eigen gemacht.

Im Gegensatz dazu war und ist die Präferenz der Bahn die Geschwindigkeit des Personenfernverkehrs. Insofern überrascht es nicht, dass die DB immer wieder Schnellfahrstrecken vorschlägt.

Es ist nicht die Aufgabe der Deutschen Bahn, mit immer neuen Trassenvorschlägen die Anwohner zu verunsichern. Der Bund als Alleineigentümer und Auftraggeber der DB muss diesem Treibern ein Ende setzen. Gerade der Landkreis Uelzen hat sich sehr konstruktiv in die Kompromissfindung eingebracht und auch Belastungen akzeptiert. Wir haben im Dialogforum dem Bund und der Bahn für eine Trassenverstärkung die Hand gereicht. Neutrassierungen durch den Stadtwald oder durch den Landkreis werden unseren Widerstand finden. Die Bundesregierung muss sich noch vor der Sommerpause eindeutig bekennen, ob sie weiter hinter dem Alpha-E-Kompromiss steht oder nicht."

Foto: privat



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