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Landkreis Uelzen

Volkstrauertag: Letztmaliges Gedenken am Ehrenmal im Uelzener Stadtwald   

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Uelzen/Ebstorf. Anlässlich des Volkstrauertages haben Uelzens Landrat Dr. Heiko Blume und Jürgen Markwardt, Bürgermeister der Hansestadt Uelzen, Sonntag am Ehrenmal im Stadtwald gemeinsam der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft gedacht. Wie alle Kriege führe auch der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine auf beiden Seiten zu unsäglichem Leid nicht nur für die Soldatinnen und Soldaten sowie deren Familien, sondern habe darüber hinaus für Millionen von Menschen weltweit teilweise dramatische Folgen, so Blume.

Anschließend dankte der Landrat allen Schülerinnen und Schülern des Lessing-Gymnasiums, die sich gemeinsam mit ihrem Geschichtslehrer Christof Kordes im Rahmen eines Unterrichtsprojektes mit der Historie des Ehrenmals auseinandergesetzt hatten. Die Initiative zu einer derartigen näheren geschichtlichen Betrachtung des Ehrenmals war zuvor durch den Landrat in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Uelzener Kreisgruppe des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge an die Schule herangetragen worden. 

Auch in Ebstorf legten Feuerwehr Ebstorf, die Patenkompanie und der Rates des Klosterflecken mit einer Abordnung der Schützengilde Ebstorf, des Klosters und unter musikalischer Begleitung des Posaunenchores auf dem Kirchplatz einen Kranz nieder. Sowohl der Hauptmann der Patenkompanie als auch Pastor Matthias Kuna-Hallwaß betonten im anschließenden Kirchgang in Ihrer Rede, beziehungsweise Predigt, die Wichtigkeit dieses Tages und seiner Botschaft bis in die heutige Zeit. 

Unter der Leitung von Karl-Friedrich Boese, Bildungsreferent des Volksbundes, arbeiteten die Schülerinnen und Schüler in Uelzen die geschichtlichen Hintergründe der Gedenkstätte auf. Das Ergebnis dieser Aufarbeitung zeigt, dass das sogenannte Ehrenmal im Stadtwald in seiner Entstehung eine nationalsozialistische Prägung hat.  

Ein Ergebnis, das Landrat Dr. Blume dazu veranlasst, von weiteren Gedenkveranstaltungen an diesem Mahnmal abzusehen. Künftig werde die jährliche Kranzniederlegung am Volkstrauertag ausschließlich auf dem Uelzener Stadtfriedhof stattfinden, stellte Blume klar.

 „Die mühevolle Recherchearbeit der Gymnasiasten hat aber nicht nur zu diesem mehr als ernüchternden Ergebnis geführt, sondern mündet darüber hinaus auch in einer Gedenk- und Erinnerungstafel, die zahlreiche Informationen zur Entstehungsgeschichte, zu den Zielen der Denkmalserrichtung sowie zur Bildsprache und zur Symbolik enthält – und die hier am Mahnmal den passenden Standort gefunden hat. Dafür danke ich ganz herzlich allen, die an dem Projekt mitgearbeitet und mitgewirkt haben – allen voran den Schülerinnen und Schülern des Lessing-Gymnasiums, aber auch der Sparkasse Uelzen Lüchow-Dannenberg, ohne deren finanzielle Unterstützung die Aufstellung der Schautafel nicht möglich gewesen wäre“, so der Landrat abschließend.  

Foto: Landkreis Uelzen



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