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Landkreis Uelzen

Für sauberen Biomüll und gegen teures Fehlverhalten: awb setzt Kameras bei der Abfuhr ein

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Uelzen/Landkreis. Der Abfall in den Bioabfallbehältern im Landkreis Uelzen muss sauberer werden, hält der Abfallwirtschaftsbetrieb (aww) fest. Nur sauberer Bioabfall kann zu Qualitätskompost verarbeitet werden, der dann als Dünger in der Landwirtschaft eingesetzt wird.

Der awb testet ab sofort im gesamten Kreisgebiet an einem Abfallsammelfahrzeug eine Störstofferkennung, die den Biomüll während des Schüttvorganges fotografiert. Die Fotos werden mit Hilfe künstlicher Intelligenz (KI) ausgewertet. Ist ein Störstoff wie etwa eine Getränkedose eindeutig zu erkennen, wird der Eigentümer des Behälters mit dem Foto angeschrieben. Zum Schreiben gibt es ein Infoschreiben mit Trennhinweisen.

Parallel zu der technischen Kontrolle mit Kameratechnik führt die Abfallberatung händische Kontrollen durch. Werden Störstoffe in dem Bioabfallbehälter entdeckt, sprechen die Mitarbeitenden die Nutzer direkt an.

Die Folgen von Störstoffen im Bioabfallbehälter sind gravierend: Wenn der Behälter mit den Störstoffen erstmal im Müllfahrzeug entleert ist, wird das Aussortieren schwierig und ist mit hohen Kosten verbunden. Zum Teil muss der separat gesammelte Bioabfall eines Müllfahrzeuges als Restmüll entsorgt werden. Dies ist teuer, und der Bioabfall kann nicht verwertet werden.

Foto (awb): Eindeutig ist die lila Getränkedose zu erkennen, die jemand einfach in den Biomüll geworfen hat.