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Tierwelt

 Schokolade ist nichts für den Hund!

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Uelzen/Landkreis. Die Adventszeit ist eine gemütliche Zeit und saisonale Leckereien wie Lebkuchen, Stollen und Plätzchen gehören in die festlichen Stuben einfach dazu. Auch Schokolade gehört selbstverständlich dazu. Aber Vorsicht: Für Hunde ist Schokolade stark giftig. Sie werden unruhig, zittern, krampfen und befinden sich schnell in akuter Lebensgefahr.

„Hunde reagieren sehr empfindlich auf Schokolade“, erklärt Dorothea Spitzer, Tierärztin der Uelzener Versicherung. Theobromin, eine Substanz des Kakaos, stimuliert das zentrale Nervensystem und wirkt auf Hunde wie ein Gift. Etwa zwei bis vier Stunden nach der Aufnahme größerer Schokoladenmengen treten erste Symptome auf. Dabei gilt: „Je dunkler die Schokolade, desto mehr Theobromin ist enthalten und desto gefährlicher ist es für den Hund“, warnt Dorothea Spitzer. Um einer Vergiftung vorzubeugen, sollten Hundehalter Schokolade deshalb niemals unbeaufsichtigt herumliegen lassen, zumal die Hunde sie in einem unbeobachteten Moment heimlich klauen könnten.

Welche Symptome treten auf?

Zu den typischen Vergiftungssymptomen zählen:

  • Hecheln und Keuchen

  • Unruhe, Zittern und Steifheit

  • Koordinationsstörungen beim Gehen

  • Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall

  • Anstieg von Körpertemperatur, Atem- und Herzfrequenz

  • Herzrhythmusstörungen

  • vermehrter Urinabsatz

  • Krämpfe, Kollaps und Koma

  • Atemnot

    In seltenen Fällen sterben die Hunde aufgrund einer Atemlähmung oder eines plötzlichen Herzstillstands. Das Risiko besteht auch noch Tage nach der Aufnahme der Schokolade.

    Wann wird es gefährlich?

 

In 100 g Schokolade befinden sich je nach Sorte 140 bis 1600 mg Theobromin. Dabei handelt es sich um eine Stickstoffverbindung, die dem Koffein ähnelt und das zentrale Nervensystem des Hundes stimuliert. Nimmt der Hund 300 mg Theobromin pro kg Körpergewicht auf, treten schwere Vergiftungserscheinungen auf, die zum Tod des Hundes führen können. Die häufige Aufnahme kleinerer Mengen ist ebenfalls gefährlich, da sich das Gift über längere Zeit im Körper ansammelt. Auch die Fruchtsamen und Schalen des ganzjährig blühenden Kakaobaums, der manchmal als Zimmerpflanze vorkommt, sind stark giftig für Hunde.

Wie im Notfall handeln?

Besteht der Verdacht, dass der Hund Schokolade gefressen hat, sollte man nicht zögern. „Er sollte sofort zum Tierarzt gebracht werden“, rät die Uelzener Tierärztin. Innerhalb der ersten zwei Stunden kann der Tierarzt den Hund Erbrechen lassen und Aktivkohle verabreichen, um das Gift zu eliminieren. Die Aktivkohle bindet Giftstoffe, die sich bereits im Darm befinden. Diese können dann über den Kot ausgeschieden werden. Ein spezielles Gegengift gibt es nicht, daher müssen die Symptome des Hundes behandelt werden. Je nach Beschwerdebild gilt es, Flüssigkeitsverluste und Elektrolytverluste auszugleichen, Krämpfe zu behandeln, den Hund zu beatmen und das Herz zu stabilisieren.

Wer gibt im Notfall Auskunft?

Hat ein Hundehalter die Vermutung, dass der Hund Schokolade oder eine andere giftige Substanz gefressen hat, erhält man vom des Tierarzt des Vertrauens oder den örtlichen Giftinformationsstellen nähere Informationen.

 

 


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