Heute bei der Kreisfeuerwehr: Drei neue Fahrzeuge und ein Hygiene-Container übergeben
Uelzen/Landkreis. Stolze Gesichter bei der Kreisfeuerwehr Uelzen am heutigen Montag: Drei neue Fahrzeuge und ein Hygiene-Container wurden für den Einsatz übergeben. Zwei von ihnen haben ihre Feuertaufe zur Unterstützung der Ortswehren bereits bestanden, so Landrat Dr. Heiko Blume und Kreisbrandmeister André Pieper-Christensen.
Die Fahrzeuge:
Mehrzweckfahrzeug
Das Mehrzweckfahrzeug ersetzt den alten Mercedes Vito der Kreisfeuerwehr. Den Aufbau fertigte die Fahrzeugmanufaktur Doll aus Schönebeck an der Elbe auf einem MAN TGE. Neben dem reinen Mannschaftstransport ist das Fahrzeug so konzipiert, dass es auch als Führungsfahrzeug von Zügen der Kreisfeuerwehr eingesetzt werden kann. Der alte MTW ist noch intakt und soll noch einige Jahre als Fahrzeug für die Drohnengruppe genutzt werden. Das alte Fahrzeug wird in den kommenden Wochen von Ehrenamtlichen und den Mitarbeitenden der FTZ entsprechend umgebaut.
Kosten: ca. 115.000,00 Euro
Teleskoplader
Der Teleskoplader vom Typ Kramer KT 357 fertigte die Firma LVB Steinbrink. Es kann ein Gewicht von bis zu 3,5 Tonnen heben. Dabei erreicht er eine maximale Stapelhöhe von ca. sieben Meter. Der Teleskoplader dient der Kreisfeuerwehr als Multifunktionswerkzeug im Einsatz- und Übungsdienst. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig. Dazu zählen unter anderem das Manövrieren von Abrollbehältern, das Bestücken des mit dem Umbau der FTZ entstehenden Hochregallagers oder der Einsatz als Arbeitsbühne. Mit einer Paletten-Gabel, einer Entsorgungsschaufel, der Winterdienstausstattung, einer Arbeitsplattform und einem Containerhaken wurde umfangreiches Zubehör beschafft. Der Einsatz ist vorgesehen im Rahmen der alltäglichen Gefahrenabwehr auf Anforderung der kommunalen Feuerwehren, im Rahmen der Kreisfeuerwehrbereitschaft und bei der Kreisausbildung, hier vor allem im Lehrgang Technische Hilfeleistung.
Das mit „Winterpaket" ausgestattete Fahrzeug wurde bereits genutzt, um den Schnee auf dem Gelände der FTZ zu räumen.
Kosten ca. 182.000,00 Euro
Abrollbehälter Dekon-Hygiene
Der Abrolbehälter Dekon-Hygiene wurde von der Firma GSF Sonderfahrzeugbau aus Twist geplant und hergestelt. Er vereint gleich zwei Funktionen in einem Abrollbehälter. Zum einen kann mit diesem Einsatzmittel sowohl die Dekontamination von Einsatzkräften im Rahmen eines Gefahrguteinsatzes als auch im begrenzten Umfang die Dekontamination von verletzten Personen durchgeführt werden. Hierzu stehen eine absetzbare Dekon-Dusche und eine Grobreinigung am Fahrzeugheck zur Verfügung. Wesentlich häufiger wird aber das Hygiene-Bestandteil zum Einsatz kommen. Der Container ist hierzu unterteilt in drei Bereiche. Im sogenannten „Schwarzbereich" kann die Reinigung an Handwaschbecken erfolgen. Von hier aus besteht die Möglichkeit, den Duschbereich (zwei Duschen) zu betreten, um von hier aus in den Ankleidebereich zu kommen Hier steht den Einsatzkräften Wechselkleidung nach einem Atemschutzeinsatz zur Verfügung.
Der Container ist vollständig autark, er benötigt lediglich eine Wasserversorgung. Aufgrund der Wasseraufbereitungsanlage (UV-Anlage) kann dieses Wasser auch aus Löschfahrzeugen stammen, sofern keine Trinkwasserversorgung vorhanden ist. Warmwasser und Strom sowie die Heizung werden von Aggregaten erzeugt, die auf dem Container mitgeführt werden.
Der Abrollbehäter wurde bereits Anfang Januar bei einem Wohnhausbrand in Ebstorf durch Personal der FTZ eingesetzt. Hierbei nutzten 22 Atemschutzgeräteträger die Möglichkeit im Abrollbehälter Dekon/Hygiene zu duschen. Zurzeit läuft der Aufbau einer kleinen Gruppe, die mit Unterstützung der Mitarbeiter der FTZ diesen Container bei Einsätzen im Kreisgebiet an den Einsatzstellen betreiben kann.
Kosten ca. 325.000,00 Euro
Geräteeinheit Sandsackfüllmaschine
Das Land Niedersachsen hat dem Landkreis Uelzen auf unbestimmte Zeit die landeseigene Ausstattung der Geräteeinheit Sandsackfüllmaschine überlassen. Die Sandsackfüllmaschine ist anhängerbasiert.
Die Geräteeinheit Sandsackfüllmaschine besteht im Wesentlichen aus Folgenden Kernkomponenten:
Sandsackfüllmaschine mit Nähmaschinentisch, Beleuchtung, Falt-Zelt, Leichtrollenbahn, und Verbrauchsmaterial. Zentralachsanhänger des Herstellers ES-GE Nutzfahrzeuge GmbH. Vorrangig dient dieser dem Transport der Sandsackfüllmaschine und des Materialcontainers. Nachrangig kann dieser bei Bedarf für den Transport von Umschlaggerät oder Sandsäcken verwendet werden. Auf dem Anhänger lagert ein ISO-Materialcontainer. Dieser dient der Aufbewahrung des Materials der Sandsackfüllmaschine. Zudem ist in diesem auch eine Werkbank und Beleuchtung verbaut, um unter anderem die Nähtechnik in den Einsatzlagen ordnungsgemäß instand setzen zu können.
Die Geräteeinheit Sandsackfüllmaschine kann an einem Sandsackfüllplatz über vier Befüll-Vorrichtungen bis zu 2.600 Sandsäcke je Stunde füllen und halbautomatisiert vernähen. Die Ausstattung wurde dem Landkreis Uelzen durch das Land Niedersachsen zur Verfügung gestellt und wird durch die Kreisfeuerwehr betrieben. Der Ortsbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Groß Liedern Jan-Hendrik Primke soll im Rahmen der Dienstversammlung zum Leiter der Fachgruppe ernannt werden.
Fotos: Michalzik