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Gesundheit

Hand in Hand fürs Überleben

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Bad Bevensen. Die Überlebenschancen von Patienten mit plötzlichem Herz-Kreislauf-Versagen sind im Herz- und Gefäßzentrum (HGZ) Bad Bevensen deutlich höher als im Bundesdurchschnitt. „Dies hat eine Auswertung der Zahlen von 2025 in unserem zertifizierten ECMO-Zentrum ergeben“, erklärt Dr. Aiman Alken, Ärztlicher Direktor am HGZ und dortiger Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin.

Die Struktur und Qualität eben dieses ECMO-Zentrums ist Grundlage für die überdurchschnittlich positive Bilanz. Hier nämlich arbeiten hochqualifizierte und erfahrene Spezialisten verschiedener Fachrichtungen Hand in Hand, um mit modernen transportablen Herz-Lungen-Maschinen Leben zu retten. In der Medizin wird dieses anspruchsvolle Verfahren „Extra-corporale Membran Oxygenierung“ (ECMO) genannt.

Nicht nur der Anteil an Fach- und Oberärzten im ECMO-Team des HGZ ist signifikant – auch die enge Anbindung an den Rettungsdienst garantiert eine schnelle und effektive Versorgung der Patienten, für deren Überleben jede Minute zählt. Und nicht zuletzt sei auch die hohe Qualität der Pflege entscheidend für die erfolgreiche Behandlung der Betroffenen, betont Dr. Alken. Umso mehr freut er sich, dass der langjährige pflegerische Leiter der chirurgischen Intensivstation, Matthias Jarchow, seit 1. Januar dieses Jahres Pflegedirektor am HGZ ist.

„Wir haben hier zusammen das Licht angeknipst“, sagen die beiden – und meinen damit die Eröffnung der ersten chirurgischen Intensivstation im Jahr 1993 und den Aufbau der hochmodernen Intensivlandschaft am HGZ sowie deren Inbetriebnahme im Jahr 2019. In der Intensivmedizin ist auch das ECMO-Zentrum angebunden, und so vereint Matthias Jarchow die hochspezialisierte Intensivmedizin und den Anspruch an eine qualitativ hochwertige Pflege auf besondere Weise.

„Mir liegt es sehr am Herzen, dass unsere Pflegefachkräfte sich auf die Pflege am Bett konzentrieren können“, betont Matthias Jarchow. Die Voraussetzungen hierfür seien am HGZ bereits seit vielen Jahren gegeben und längst bewährter Standard: „Dank unseres Assistenzpersonals wie Pflegeassistenzen, Pflegeservicekräften oder Stationsassistenzen können sich unsere Pflegefachkräfte auf das konzentrieren, für das sie ausgebildet und qualifiziert sind: die Pflege unserer Patientinnen und Patienten“, sagt der Pflegedirektor. Die Pflegefachkräfte würden so weitestgehend von sogenannten „pflegefremden Tätigkeiten“ entlastet, dazu gehörten auch administrativen Aufgaben.

Noch etwas betont der Pflegedirektor am HGZ: „Unser Assistenzpersonal ist keineswegs Personal ‚zweiter Klasse‘ – ganz im Gegenteil: Es wird sehr respektvoll und dankbar wahrgenommen.“ Zum Pflege-Konzept am HGZ gehöre es auch, so Jarchow, dass die Assistenzen sich stetig weiterentwickeln und Zusatzqualifikationen erwerben können und eine wichtige Unterstützung unserer Pflegefachkräfte sind. „Dieses Konzept ist der Schlüssel zur Qualität unserer Pflege und trägt obendrein sehr zur Mitarbeiterzufriedenheit bei.“

Foto (HGZ): Stehen für Hochleistungsmedizin und qualitativ hochwertige Pflege – und retten mit ihren Teams am HGZ überdurchschnittlich vielen Menschen mit plötzlichem Herz-Kreislauf-Versagen das Leben: der Ärztliche Direktor Dr. Aiman Alken (l.) und Pflegedirektor Matthias Jarchow.